[137] einer der drei begleitenden Mönche, mit welchen Anuruddho, wie eingangs erwähnt, selbviert geladen war.

[138] Hiermit vergl. man die ähnlich gesteigerten, immer sublimierter, immer reinlicher befriedigenden Begriffe des sokratischen Eros, im Symposion des PLATON p. 210–212.

[139] Vergl. Theragāthā 927, Yogacūḍāmaṇyupaniṣat v. 80 ͠= Theaitetos p. 144.

[140] Vergl. Bd. 2, Anm. 70 über das Kevaṭṭasuttantam. Auch die verwandte Tripādvibhūtimahānārāyaṇopaniṣat VI i. f., wo der upāsakas immer höhere Gegenden ersteigend, immer höhere Kreise und Himmel erkundend endlich den Ādinārāyaṇas antrifft, von ihm begrüßt wird »Du bist Brahmā: ich bin Brahmā« — worauf dieser verschwindet und er selbst sich seiner bewusst ist. Ebenso ECKHARTS Darstellung des „Klimmenden Geistes“, p. 275, und den Gang in den eigenen Grund, wo der Mensch einig geworden als vor tausend Jahren und als nach tausend Jahren und als im Nu verkehren und mitwirken mag: »unt daz ist wîsen liuten ze wizzene unde groben ze gloubenne«, p. 189–190. — Vergl. schon das altvedische Aufsteigen zum Sonnenrade, e. g. S̀atapathabrāhm. I, 9, 3, 15: und wiederum ECKHARTS Fliegen an das Rad der »gewâren sunnen«, p. 303.

Zum Gleichnisse von der hell brennenden Oellampe cf. Triśikhibrāhmaṇopaniṣat v. 157: nivātadīpasadṛśaḥ und ein Scholion zu Maitryupaniṣat VI i. m.: nirvātadeśasthapradīpaśikhāvadacalatayā’vasthānaṃ samādhiḥ. Aehnlich noch Maṇḍalabrāhmaṇopaniṣat II, 3 im Anf. (cf. Anm. 198), Yogatattvop. II, 4, Bhagavadgītā VI, 19, etc. Auch MAKARIOS, bei FLOSS p. 197: »Sicut lampas splendida in loco tenebroso... sic monachus perfectus in sobrietate et castitate« etc. — Form und Technik der indischen Lampe entspricht genau der griechischen. Von der antiken bis zur modernen Welt hat man die Metapher der Lampe immer gern gebraucht; auch in anderer Gestalt, z. B. in der 43., bez. 146. Rede unserer Sammlung, ferner in den Liedern der Mönche v. 906, der Nonnen v. 116, woselbst weitere Belege angemerkt sind. Wie beliebt solche Gleichnisse in Rom gewesen sein müssen erhellt aus dem 30. Briefe SENECAS, wo er haec non tamquam nova, sed tamquam in rem praesentem perductus mit Wohlgefallen anführt, indem er, ganz wie Lieder der Mönche v. 702, das schöne Bild entwickelt: »Ignis qui valentem materiam occupavit aqua et interdum ruina extinguendus est; ille qui alimentis deficitur sua sponte subsidit.« Vergl. auch das Testament EPHRAEMS im Anf. Aus neueren Zeiten seien hier noch zwei Stellen aus den Relations de la mort de quelques réligieux de l’abbaye de la Trappe, Paris 1702, I. p. 171 u. II. p. 227 gegeben, wo es vom abbé DE CHASTILLON heißt »il cessa de vivre comme une lampe qui s’éteint et qui cesse d’éclairer«, und vom frère ACHILLES »on le voioit diminuer de jour en jour et s’éteindre, pour ainsi dire, comme une lampe qui manque d’huile.«

[141] »Krieget man mit mir und ich gibe ime als vil worte wider, daz er geswîgen muoz, sô hân ich niht überwunden, sô bin ich überwunden. Aber geswîgen ich von rehter diemüetikeit, sô hân ich überwunden. Mit überwindenne ist man überwunden, überwunden bliben hêt man überwunden.« ECKHART, p. 639. — Zum ersten Verse cf. PERSIUS V, 52–53:

Mille hominum species et rerum discolor usus:

Velle suum cuique est, nec voto vivitur uno.