[182] Vergl. den »desiderio della bellezza«, nach PLATON, bei MICHELANGELO, wie e. g. in den Rime e prose, Chieti 1847, p. 174.

[183] Die aṭṭha disā acht Richtungen bezeichnen s. v. a. die acht Freiungen aṭṭha vimokhā der 77. Rede, passim; vergl. auch Lieder der Mönche, Anmerkung zu v. 1172. — Die Makarismen MATTH. V, 3–10, im Mittelalter die aht saelekeiten genannt, bieten ein christliches Gegenstück dar; desgl. die, wiederum andersartigen, octo beatitudines der Scholastiker, vielleicht auch schon des IRENÄUS Abhandlung περι ογδοαδος; mehr noch das Durchwandeln der sechserlei Bilder, in FRITZLARS Blume der Schauung. Ueber die Unmittelbarkeit, S. 392, sagt ECKHART, S. 5: Als nû ie ein meister wîser unde mehtiger ist, alsô ouch sîn werc unmitelîcher geschiht und einveldiger ist.

Zur ganzen Stelle oben S. 390, ‚Dann habt ihr auf eines gestützt ein anderes abzustoßen‘, sei der geübteren Beobachtung ein gewiss analoger Spruch GOETHES empfohlen, aus der Säligen Sehnsucht, im West-östlichen Divan, 1. Buch, vorletzter Vers:

Und so lang du Das nicht hast,

Dieses: Stirb und werde!

Bist du nur ein trüber Gast

Auf der dunkeln Erde.

Der selbe Gedanke, »Dies um Das«, ist im Tao-te-king wiederholt vorgetragen.

Die Reihenfolge der Thiere auf S. 394, wie im Gleichnisse der 125. Rede S. 258, ist auch auf den schönen Friesen und Reliefgruppen rein indischer Meisterskulptur noch ebenso erhalten: es geht der Elephant voran, dann folgt das Ross, der Stier etc. Cf. e. g. REA, South Indian Buddhist Antiquities, Madras 1894, S. 36 und Tafel XXII. — Vorzüglich ausgeführte Elephanten und Rosse bietet später die hochentwickelte Bildhauerkunst von Amarāvati, nahe der Krischna Mündung, etwa 600 Jahre nach Gotamo. Kräftig, anmuthig, edel, zugleich individuell sehr verschieden, je nach dem gewählten Moment, und immer ungemein anschaulich, lebendig, durchgeistigt, im ganzen und im einzelnen wie bei den besten Antiken feinsinnig beobachtet und fixiert: sei es nun in einem sanft blickenden oder aber wild anstürmenden Elephantenauge oder in der seiden glänzenden muskelgeschwellten Haut oder in der wogenden Macht der zermalmenden Vorderfüße; sei es wieder an den ausdrucksvoll erregten Ohren der Rosse, ihrem stolz geschwungenen Nacken, den beweglichen Nüstern, dem rhythmischen Tritt ihrer leichten zierlichen Hufe u. s. w., u. s. w. Photographien der Reste und Fragmente — die Muhammedaner haben natürlich auch hier was sie konnten dem Erdboden gleichgemacht und kein einziges Stück unversehrt lassen, und die moderne Sammelwuth hat die Zerstörung so ziemlich vollendet — findet man, freilich dazu noch in einem gar dürftig verkleinerten Maaßstabe, in FERGUSSONS Tree and Serpent Worship, London 1868: als Beispiel der Rosse namentlich auf Tafel 59, 1, 82, 1, 96, 1; der Elephanten auf Tafel 61, 1, 64, 1, 91, 3. Vergl. auch die z. Th. ergänzenden Blätter in BURGESS’ Archaeological Survey of Southern India (Amarāvati and Jaggayyapeta), London 1887, e. g. No. 27, 1, 2, 5, etc.

[184] Die letzten Ausführungen Mahākaccānos entsprechen dem Bṛhadāraṇyakam IV, 3, 17: Sa yad atra kiṃcit paśyaty, ananvāgatas tena bhavaty: asaṉgo hyayaṃ puruṣa ity. Evam evaitad Yājñavalkyādi. Ebenso ECKHART p. 144 l. 1–2. Cf. noch Faust v. 11954/57: Ohne Erdenrest, »Und wär’ er von Asbest, Er ist nicht reinlich.« Die Darstellung des innen zuständigen Herzens, S. 401 f., hat ein mythisch gegründetes Gegenstück in der Schilderung der Menschen auf dem siebenten der Neun Felsen im Buche MERSWINS, p. 103. — Wie auch nur Gedanken nachspüren unförderlich sei wo Einigung noth, S. 400 ͠= sarvacintāvivarjitas, e. g. Nādabindūp. ed. Bomb. v. 51, hat unser WALTHER schon tief und klar erkannt, 56, 23, 24: