»Wie aber verkehrt, ihr Mönche, ein guter Mensch mit guten Menschen? Da hält sich, ihr Mönche, ein guter Mensch von Todtschlag zurück, von Diebstahl zurück, von Ausschweifung zurück. Also, ihr Mönche, verkehrt ein guter Mensch mit guten Menschen.

»Wie aber liebt, ihr Mönche, ein guter Mensch die Ansichten guter Menschen? Da bekennt sich, ihr Mönche, ein guter Mensch zu dieser Ansicht: ›Almosengeben, Verzichtleisten, Spenden ist kein Unsinn; es giebt eine Saat und Ernte guter und böser Werke; das Diesseits ist vorhanden und das Jenseits ist vorhanden; Eltern giebt es und geistige Geburt giebt es[42]; die Welt hat Asketen und Priester, die vollkommen und vollendet sind, die sich den Sinn dieser und jener Welt begreiflich machen, anschaulich vorstellen und erklären können.‹ Also, ihr Mönche, liebt ein guter Mensch die Ansichten guter Menschen.

»Wie aber giebt, ihr Mönche, ein guter Mensch die Gabe guter Menschen? Da theilt, ihr Mönche, ein guter Mensch Gaben aus indem er würdigt, mit eigener Hand, mit Bedacht, in lauterer Absicht, er glaubt an hülfreiches Wirken. Also, ihr Mönche, giebt ein guter Mensch die Gabe guter Menschen.

»So ein guter Mensch nun, ihr Mönche, der also einer guten Weise nachgefolgt, also guten Menschen zugeneigt war, also mit guten Menschen gedacht, also mit guten Menschen sich berathen, also mit guten Menschen sich besprochen, also mit guten Menschen verkehrt, also die Ansichten guter Menschen geliebt, also die Gabe guter Menschen gegeben hatte, {109} wird bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, zur Fährte guter Menschen hingerathen. Was ist aber, ihr Mönche, die Fährte guter Menschen? Göttermacht oder Menschenmacht.«

Also sprach der Erhabene. Zufrieden freuten sich jene Mönche über das Wort des Erhabenen.[43]


ZWÖLFTER THEIL
BUCH DER REIHE