›Also erkennend, also sehend ward da mein Gemüth erlöst vom Wunscheswahn, erlöst vom Daseinswahn, erlöst vom Nichtwissenswahn. ‚Im Erlösten ist die Erlösung‘, diese Erkenntniss ging auf. ‚Versiegt ist die Geburt, vollendet das Asketenthum, gewirkt das Werk, nicht mehr ist diese Welt‘ verstand ich da.
›So ein Wissen hab’ ich, Brüder, so ein Schauen, bei allen äußeren Eindrücken auf diesen mit Bewusstsein behafteten Körper da, und habe der Ichheit und Meinheit Dünkelanwandlungen gänzlich ausgetilgt.‹
»Die Rede, ihr Mönche, eines solchen Mönches ist zu billigen und gutzuheißen; und hat man sie gebilligt und gutgeheißen, so hat man ihn also anzureden: ›Gesegnet sind wir, Bruder, hochgesegnet sind wir, Bruder, die wir den Ehrwürdigen als so ächten Asketen gegenwärtig haben.‹«[50]
Also sprach der Erhabene. Zufrieden freuten sich jene Mönche über das Wort des Erhabenen.
113.
Zwölfter Theil
Dritte Rede
EIN GUTER MENSCH
{126} Das hab’ ich gehört. Zu einer Zeit weilte der Erhabene bei Sāvatthī, im Siegerwalde, im Garten Anāthapiṇḍikos. Dort nun wandte sich der Erhabene an die Mönche: »Ihr Mönche!« — »Erlauchter!« antworteten da jene Mönche dem Erhabenen aufmerksam. Der Erhabene sprach also: