»Weiter sodann, ihr Mönche, hat ein Mönch Vertrauen erworben, Tugend erworben, Erfahrung erworben, Entsagung erworben, Weisheit erworben. Der hat reden hören: ›Der tausendfache Brahmā, der lebt lange und herrlich und glücksälig.‹ Der tausendfache Brahmā, ihr Mönche, strahlt tausend Welten durch und ragt über sie empor; {206} die aber dorthin zu wesen wiederkehren, auch diese durchstrahlt er und ragt über sie empor. Gleichwie etwa, ihr Mönche, wenn ein scharfsehender Mann einen Reif um die Hand legte und betrachtete, ebenso nun auch, ihr Mönch, strahlt der tausendfache Brahmā tausend Welten durch und ragt über sie empor; die aber dorthin zu wesen wiederkehren, auch diese durchstrahlt er und ragt über sie empor. Und jener gedenkt bei sich: ›O dass ich doch bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, noch[98] zur Gemeinschaft mit dem tausendfachen Brahmā wiederkehrte!‹ Dahin lenkt er das Herz, darauf richtet er das Herz, dazu erzieht er das Herz. Während er da die unterschiedlichen Gewöhnungen also übt und also pflegt, gedeihen ihm diese zur Wiederkehr dorthin. Das ist, ihr Mönche, der Weg, das ist der Uebergang, der zur Wiederkehr dorthin gedeiht.

»Weiter sodann, ihr Mönche, hat ein Mönch Vertrauen erworben, Tugend erworben, Erfahrung erworben, Entsagung erworben, Weisheit erworben. Der hat reden hören: ›Der zweitausendfache Brahmā — der dreitausendfache, viertausendfache, der fünftausendfache Brahmā, der lebt lange und herrlich und glücksälig.‹ Der fünftausendfache Brahmā, ihr Mönche, strahlt fünftausend Welten durch und ragt über sie empor; die aber dorthin zu wesen wiederkehren, auch diese durchstrahlt er und ragt über sie empor. Gleichwie etwa, ihr Mönche, wenn ein scharfsehender Mann fünf Reifen um die Hand legte und betrachtete, ebenso nun auch, ihr Mönche, strahlt der fünftausendfache Brahmā fünftausend Welten durch und ragt über sie empor; die aber dorthin zu wesen wiederkehren, auch diese durchstrahlt er und ragt über sie empor. Und jener gedenkt bei sich: ›O dass ich doch bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, noch zur Gemeinschaft mit dem fünftausendfachen Brahmā wiederkehrte!‹ Dahin lenkt er das Herz, darauf richtet er das Herz, dazu erzieht er das Herz. Während er da die unterschiedlichen Gewöhnungen also übt und also pflegt, gedeihen ihm diese zur Wiederkehr dorthin. Das ist, ihr Mönche, der Weg, das ist der Uebergang, der zur Wiederkehr dorthin gedeiht.

{207} »Weiter sodann, ihr Mönche, hat ein Mönch Vertrauen erworben, Tugend erworben, Erfahrung erworben, Entsagung erworben, Weisheit erworben. Der hat reden hören: ›Der zehntausendfache Brahmā, der lebt lange und herrlich und glücksälig.‹ Der zehntausendfache Brahmā, ihr Mönche, strahlt zehntausend Welten durch und ragt über sie empor; die aber dorthin zu wesen wiederkehren, auch diese durchstrahlt er und ragt über sie empor. Gleichwie etwa, ihr Mönche, ein Juwel, ein Edelstein, von reinem Wasser[99], achteckig, wohlbearbeitet, auf lichter Decke liegend leuchtet und funkelt und strahlt, ebenso nun auch, ihr Mönche, strahlt der zehntausendfache Brahmā zehntausend Welten durch und ragt über sie empor; die aber dorthin zu wesen wiederkehren, auch diese durchstrahlt er und ragt über sie empor. Und jener gedenkt bei sich: ›O dass ich doch bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, noch zur Gemeinschaft mit dem zehntausendfachen Brahmā wiederkehrte!‹ Dahin lenkt er das Herz, darauf richtet er das Herz, dazu erzieht er das Herz. Während er da die unterschiedlichen Gewöhnungen also übt und also pflegt, gedeihen ihm diese zur Wiederkehr dorthin. Das ist, ihr Mönche, der Weg, das ist der Uebergang, der zur Wiederkehr dorthin gedeiht.

»Weiter sodann, ihr Mönche, hat ein Mönch Vertrauen erworben, Tugend erworben, Erfahrung erworben, Entsagung erworben, Weisheit erworben. Der hat reden hören: ›Der hunderttausendfache Brahmā, der lebt lange und herrlich und glücksälig.‹ Der hunderttausendfache Brahmā, ihr Mönche, strahlt hunderttausend Welten durch und ragt über sie empor; die aber dorthin zu wesen wiederkehren, auch diese durchstrahlt er und ragt über sie empor. {208} Gleichwie etwa, ihr Mönche, ein Stück gediegenes Gold, von einem geschickten Goldschmidtgesellen im Schmelztiegel mit aller Sorgfalt abgeläutert, auf lichter Decke liegend leuchtet und funkelt und strahlt[100], ebenso nun auch, ihr Mönche, strahlt der hunderttausendfache Brahmā hunderttausend Welten durch und ragt über sie empor; die aber dorthin zu wesen wiederkehren, auch diese durchstrahlt er und ragt über sie empor. Und jener gedenkt bei sich: ›O dass ich doch bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, noch zur Gemeinschaft mit dem hunderttausendfachen Brahmā wiederkehrte!‹ Dahin lenkt er das Herz, darauf richtet er das Herz, dazu erzieht er das Herz. Während er da die unterschiedlichen Gewöhnungen also übt und also pflegt, gedeihen ihm diese zur Wiederkehr dorthin. Das ist, ihr Mönche, der Weg, das ist der Uebergang, der zur Wiederkehr dorthin gedeiht.

»Weiter sodann, ihr Mönche, hat ein Mönch Vertrauen erworben, Tugend erworben, Erfahrung erworben, Entsagung erworben, Weisheit erworben. Der hat reden hören: {209} ›Die Glänzenden Götter — die Hellerglänzenden Götter — die Unermesslichglänzenden Götter — die Leuchtenden Götter — die Strahlenden Götter — die Hellerstrahlenden Götter — die Unermesslichstrahlenden Götter — die Strahlengewordenen Götter — die Gewaltigen Götter — die Wonnigen Götter — die Sonnigen Götter — die Hehren Götter — die Herrlichen Götter — die Erhabenen Götter, die leben lange und herrlich und glücksälig.‹ Und er gedenkt bei sich: ›O dass ich doch bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, noch zur Gemeinschaft mit den Erhabenen Göttern wiederkehrte!‹ Dahin lenkt er das Herz, darauf richtet er das Herz, dazu erzieht er das Herz. Während er da die unterschiedlichen Gewöhnungen also übt und also pflegt, gedeihen ihm diese zur Wiederkehr dorthin. Das ist, ihr Mönche, der Weg, das ist der Uebergang, der zur Wiederkehr dorthin gedeiht.

»Weiter sodann, ihr Mönche, hat ein Mönch Vertrauen erworben, Tugend erworben, Erfahrung erworben, Entsagung erworben, Weisheit erworben. Der hat reden hören: ›Die Raumunendlichkeit genießenden Götter — {210} die Bewusstseinunendlichkeit genießenden Götter — die Nichtdasein genießenden Götter — die weder Wahrnehmung noch Nichtwahrnehmung genießenden Götter, die leben lange, bestehn lange und glücksälig.‹ Und er gedenkt bei sich: ›O dass ich doch bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, noch zur Gemeinschaft mit den weder Wahrnehmung noch Nichtwahrnehmung genießenden Göttern wiederkehrte!‹ Dahin lenkt er das Herz, darauf richtet er das Herz, dazu erzieht er das Herz. Während er da die unterschiedlichen Gewöhnungen also übt und also pflegt, gedeihen ihm diese zur Wiederkehr dorthin. Das ist, ihr Mönche, der Weg, das ist der Uebergang, der zur Wiederkehr dorthin gedeiht.

»Weiter sodann, ihr Mönche, hat ein Mönch Vertrauen erworben, Tugend erworben, Erfahrung erworben, Entsagung erworben, Weisheit erworben. Der gedenkt bei sich: ›O dass ich doch den Wahn versiegen und die wahnlose Gemütherlösung, Weisheiterlösung noch bei Lebzeiten mir offenbar machen, {211} verwirklichen und erringen könnte!‹ Und er kann den Wahn versiegen und die wahnlose Gemütherlösung, Weisheiterlösung noch bei Lebzeiten sich offenbar machen, verwirklichen und erringen. Ein solcher Mönch, ihr Mönche, kehrt nirgend wieder.«

Also sprach der Erhabene. Zufrieden freuten sich jene Mönche über das Wort des Erhabenen.[101]