»Wie aber, Ānando, begegnen einem Meister die Jünger mit Liebe und nicht mit Feindschaft? Da legt, Ānando, ein Meister den Jüngern die Lehre dar, mitleidig, wohlwollend, von Mitleid bewogen: ›Das dient euch zum Wohle, das dient euch zum Heile.‹ Und die Jünger horchen auf ihn, leihen ihm Gehör, wenden das Herz dem Verständnisse zu, und nicht übertreten sie in ihrem Betragen die Satzung des Meisters. Also, Ānando, begegnen einem Meister die Jünger mit Liebe und nicht mit Feindschaft.

»Darum aber, Ānando, mögt ihr mit Liebe mir begegnen und nicht mit Feindschaft; das wird euch lange zum Wohle, zum Heile gereichen. Nicht brauch’ ich, Ānando, mit euch umzugehn wie der Töpfer mit den ungebrannten Thongefäßen. Einfüllend einfüllen, Ānando, kann meine Rede, ausgießend ausgießen: der Gehalt bleibt der selbe.«

Also sprach der Erhabene. Zufrieden freute sich der ehrwürdige Ānando über das Wort des Erhabenen.[109]


123.

Dreizehnter Theil

Dritte Rede

ERSTAUNLICHE, AUSSERORDENTLICHE EIGENSCHAFTEN

{230} Das hab’ ich gehört. Zu einer Zeit weilte der Erhabene bei Sāvatthī, im Siegerwalde, im Garten Anāthapiṇḍikos.

Als nun manche der Mönche, nach dem Mahle, vom Almosengange zurückgekehrt, in der Halle des Vorhauses sich eingefunden, versammelt hatten, kam unter ihnen die Rede auf: