Und ließ den Wildrer lauern nur.«
Als dann der ehrwürdige Raṭṭhapālo, schon erhoben, diese Weise gesagt hatte, ging er hinweg und begab sich zu König Koravyos[149] Jagdgelände. Dort saß er am Fuß eines Baumes nieder, bis Abend zu verweilen.
Aber König Koravyo hatte den Wildmeister zu sich befohlen:
»{397} Sorge dafür, guter Wildmeister, dass mein Jagdgelände, der Wildgarten, sauber sei: wir wollen eine Ausfahrt machen, in die schöne Umgebung hinaus.«
»Wohl, o König!« entgegnete da gehorsam der Wildmeister dem Herrscher. Und er ließ das Jagdgelände säubern und sah den ehrwürdigen Raṭṭhapālo am Fuß eines Baumes tagüber sitzen. Und er ging zum Herrscher zurück und sprach also zu ihm:
»Sauber, o König, ist das Jagdgelände; doch weilt Raṭṭhapālo darin, ein junger Edelmann, der Erbe eines der ersten Adelsgeschlechter eben hier von Thūlakoṭṭhitam, den du oft gepriesen hast: der hat sich am Fuß eines Baumes über den Tag hingesetzt.«
»So sei es denn, guter Wildmeister, um die heutige Gartenfahrt: wir wollen dann eben diesen Herrn Raṭṭhapālo aufsuchen.«
Und König Koravyo befahl: »Was an Speise und Trank da vorgesorgt war, das soll alles vertheilt werden«; und er ließ viele prächtige Wagen bespannen, bestieg selbst einen solchen und fuhr also mit überaus reichem königlichen Gepränge aus der Stadt hinaus, den ehrwürdigen Raṭṭhapālo zu besuchen. So weit gefahren als man fahren konnte, stieg er vom Wagen ab und ging dann zu Fuße, während er das Gefolge zurückbleiben hieß, dorthin wo der ehrwürdige Raṭṭhapālo weilte. Bei ihm angelangt wechselte er höflichen Gruß und freundliche, denkwürdige Worte und stellte sich seitwärts hin. Seitwärts stehend sprach nun König Koravyo also zum ehrwürdigen Raṭṭhapālo:
»Möge Herr Raṭṭhapālo sich hier auf die Schabracke hinsetzen!«