Und der ehrwürdige Aṉgulimālo, einsam, abgesondert, unermüdlich, in heißem, innigem Ernste verweilend, hatte gar bald was edle Söhne gänzlich vom Hause fort in die Hauslosigkeit lockt, jenes höchste Ziel des Asketenthums noch bei Lebzeiten sich offenbar gemacht, verwirklicht und errungen. ›Versiegt ist die Geburt, vollendet das Asketenthum, {474} gewirkt das Werk, nicht mehr ist diese Welt‹ verstand er da. Auch einer war nun der ehrwürdige Aṉgulimālo der Heiligen geworden.
Fünftes Bruchstück
Und der ehrwürdige Aṉgulimālo, zeitig gerüstet, nahm Mantel und Schaale und ging nach Sāvatthī um Almosenspeise. Um diese Zeit nun flog ein Stein, den einer geworfen, dem ehrwürdigen Aṉgulimālo an den Leib, flog ein Stock, den einer geworfen, dem ehrwürdigen Aṉgulimālo an den Leib, flog ein Scherben, den einer geworfen, dem ehrwürdigen Aṉgulimālo an den Leib. Da kam nun der ehrwürdige Aṉgulimālo mit zerschnittenem Kopfe und strömendem Blute, mit zerbrochener Schaale und zerrissenem Mantel zum Erhabenen hin. Und es sah der Erhabene den ehrwürdigen Aṉgulimālo von ferne herankommen, und als er ihn gesehn sprach er also zu ihm:
»Dulde nur, Heiliger, dulde nur, Heiliger! Um welcher That Vergeltung du viele Jahre, viele Jahrhunderte, viele Jahrtausende Höllenquaal erlittest, dieser That Vergeltung, Heiliger, findest du noch bei Lebzeiten.«
Sechstes Bruchstück
Da ließ der ehrwürdige Aṉgulimālo, während er einsam zurückgezogen sann, das Heil der Erlösung erfahrend, um diese Zeit folgende Weise vernehmen:
»Wer früher thörig sorglos war,