»Sañjayo, großer König, der Brāhmane, der Ākāser.«[194]
Da befahl König Pasenadi von Kosalo einem seiner Leute:
{505} »Geh’, lieber Mann, und rufe mir Sañjayo den Brāhmanen, den Ākāser, her: ›Der König‹, sage, ›o Herr, Pasenadi von Kosalo, lässt dich rufen.‹«
»Wohl, o König!« entgegnete da gehorsam jener Mann dem Herrscher. Und er begab sich dorthin wo Sañjayo der Brāhmane, der Ākāser, weilte; und er sprach also zu ihm:
»Der König, o Herr, Pasenadi von Kosalo, lässt dich rufen.«
Nun wandte sich König Pasenadi von Kosalo also an den Erhabenen:
»Vielleicht hat es, o Herr, der Erhabene auf irgend eine andere Weise gemeint, und die Leute haben es wiederum anders aufgenommen. In welchem Sinne gesteht wohl, o Herr, der Erhabene zu, den Ausspruch gethan zu haben?«
»Also gesteh’ ich, großer König, zu, den Ausspruch gethan zu haben: ›Es giebt keinen Asketen oder Priester, der auf einmal alles wissen, alles verstehn kann: das ist unmöglich.‹«
»Begründet ist, o Herr, was der Erhabene gesagt hat, wohlbegründet ist, o Herr, was der Erhabene gesagt hat: ›Es giebt keinen Asketen oder Priester, der auf einmal alles wissen, alles verstehn kann: das ist unmöglich.‹ — Vier giebt es, o Herr, der Kasten: Krieger, Priester, Bürger und Diener. Kann man da nun, o Herr, bei diesen vier Kasten eine Besonderheit, einen Unterschied aufstellen?«