»Da kann, sag’ ich, großer König, bei ihnen von einem Unterschied nicht mehr die Rede sein, Erlösung gegenüber Erlösung. Gleichwie etwa, großer König, wenn ein Mann trockenes Eichenholz nähme, {508} Feuer erweckte, Licht hervorbrächte; und ein anderer Mann trockenes Sālholz nähme, Feuer erweckte, Licht hervorbrächte; und ein anderer Mann trockenes Mangoholz nähme, Feuer erweckte, Licht hervorbrächte; und ein anderer Mann trockenes Feigenholz nähme, Feuer erweckte, Licht hervorbrächte; was bedünkt dich, großer König: bestände da wohl unter diesen Feuern, aus verschiedenem Holze erweckt, irgend ein Unterschied zwischen Flamme und Flamme, Glanz und Glanz, Schein und Schein?«

»Das nicht, o Herr!«

»Ebenso nun auch, großer König, wie das Licht durch Kraft entzündet, im Kampfe erzeugt wird, sag’ ich, giebt es da keinen Unterschied mehr, Erlösung Erlösung gegenüber.«

»Begründet ist, o Herr, was der Erhabene gesagt hat, wohlbegründet ist, o Herr, was der Erhabene gesagt hat. — Wie aber, o Herr: giebt es Götter?«

»Warum denn, großer König, sprichst du also: ›Wie aber, o Herr: giebt es Götter?‹«

»Ich frage, ob die Götter, o Herr, wiederkehren zu dieser Welt, oder ob sie nicht mehr wiederkehren.«

»Götter, großer König, die zugewandt sind, kehren wieder zu dieser Welt: Götter, die abgewandt sind, kehren nicht mehr wieder.«[195]

Auf diese Worte wandte sich Viḍūḍabho der Feldherr also an den Erhabenen:

»Und können, o Herr, die Götter, die zugewandt zu dieser Welt wiederkehren, jene abgewandten Götter, die nicht mehr wiederkehren, von ihrem Orte verjagen und verbannen?«

Da kam nun dem ehrwürdigen Ānando der Gedanke in den Sinn: ›Dieser Feldherr Viḍūḍabho ist der Sohn König Pasenadis von Kosalo, {509} und ich bin der Sohn des Erhabenen: jetzt schickt es sich, dass der Sohn den Sohn belehre.‹ Und der ehrwürdige Ānando wandte sich also an Viḍūḍabho den Feldherrn: