Das hab’ ich gehört. Zu einer Zeit weilte der Erhabene bei Nāḷandā, im Mangohaine Pāvārikos. Um diese Zeit nun hielt sich der Freie Bruder Nāthaputto[15] bei Nāḷandā auf, mit einer großen Schaar Freier Brüder.
Da begab sich nun Dīghatapassī, ein Freier Bruder, nach Nāḷandā um Almosenspeise, kehrte wieder zurück, nahm das Mahl ein, und suchte dann den Mangohain Pāvārikos auf, ging dorthin wo der Erhabene weilte, tauschte höflichen Gruß und freundliche, {372}denkwürdige Worte mit dem Erhabenen und stellte sich seitwärts hin. Und an Dīghatapassī den Freien Bruder, der seitwärts stand, wandte sich der Erhabene also:
»Es sind hier, Tapassī, Sitze bereit: wenn du willst setze dich.«
Also angeredet nahm Dīghatapassī der Freie Bruder einen von den niederen Stühlen zur Hand und setzte sich beiseite nieder. Und zu Dīghatapassī dem Freien Bruder, der beiseite saß, sprach der Erhabene also:
»Wieviel Arten, Tapassī, von Thaten giebt wohl der Freie Bruder Nāthaputto als möglich an, um böse That zu thun, um böse That zu begehn?«
»Nicht steht es, Bruder Gotamo, dem Freien Bruder Nāthaputto an, eine Handlung schlechthin als That zu bezeichnen: als Streich schlechthin, Bruder Gotamo, steht es dem Freien Bruder Nāthaputto an, eine Handlung zu bezeichnen.«
»Wieviel Arten, Tapassī, von Streichen giebt also der Freie Bruder Nāthaputto als möglich an, um böse That zu thun, um böse That zu begehn?«
»Drei Arten, Bruder Gotamo, von Streichen giebt der Freie Bruder Nāthaputto als möglich an, um böse That zu thun, um böse That zu begehn: nämlich Streiche in Werken, Streiche in Worten, Streiche in Gedanken.«
»Wie denn, Tapassī: sind Streiche in Werken Eines, und Streiche in Worten ein Anderes, und Streiche in Gedanken wieder ein Anderes?«
»Eines, Bruder Gotamo, sind Streiche in Werken, und ein Anderes Streiche in Worten, und wieder ein Anderes Streiche in Gedanken.«[16]