»Und was war das, o Herr, für ein Gespräch, das du mit Dīghatapassī dem Freien Bruder geführt hast?«
Da berichtete nun der Erhabene dem Hausvater Upāli Wort für Wort das ganze Gespräch mit Dīghatapassī dem Freien Bruder. Also berichtet erwiderte Upāli der Hausvater dem Erhabenen:
»Gut, gut ist, o Herr, Tapassī: wie ein erfahrener Jünger, der des Meisters Lehre von Grund aus versteht, hat eben da Dīghatapassī der Freie Bruder dem Erhabenen Bescheid gegeben. Was gilt wohl ein erbärmlicher Gedankenstreich im Vergleiche zu dem so gewichtigen Werkstreich? Vielmehr ist ein Werkstreich bei weitem der üblere, um böse That zu thun, um böse That zu begehn, und nicht so sehr der Wortstreich, und nicht so sehr der Gedankenstreich.«
»Wenn du dich, Hausvater, bei der Rede an die Wahrheit halten willst, so mag da unter uns ein Gespräch statthaben.«
»An die Wahrheit, o Herr, werde ich mich bei der Rede halten: möge da unter uns ein Gespräch statthaben!«
»Was meinst du wohl, Hausvater: es sei da ein Freier Bruder, der unwohl, leidend, schwerkrank ist und frisches Wasser abweist, nur warmes Wasser gebraucht[17]; und weil er kein frisches Wasser erhielte stürbe er. Wo aber, Hausvater, sagt da der Freie Bruder Nāthaputto, erscheine ein solcher wieder?«
»Es giebt, o Herr, Götter, die heißen ›gedankenhaft‹: da erscheint ein solcher wieder.«
»Und warum das?«
»Weil er ja, o Herr, gedankenergeben gestorben ist.«
»Hausvater, Hausvater, denke wohl nach, und dann, Hausvater, antworte: denn es geht dir mit dem Ersten das Letzte nicht zusammen, oder mit dem Letzten nicht das Erste. Doch hast du, Hausvater, also gesprochen: ›An die Wahrheit, o Herr, werde ich mich bei der Rede halten: möge da unter uns ein Gespräch statthaben!‹«