»Annehmen möge, o Herr, der Erhabene die Mönchgemeinde, aufnehmen möge, o Herr, der Erhabene die Mönchgemeinde! Gleichwie da, o Herr, der Erhabene früher die Mönchgemeinde begnadet hat, ebenso nun auch möge der Erhabene jetzt die Mönchgemeinde begnaden! Es sind hier, o Herr, neue Mönche, erst seit kurzem Asketen, eben erst in diese Lehre und Ordnung eingetreten: und wenn diese den Erhabenen nicht zu sehn bekämen, so möchten sie verkümmern, möchten verderben. Gleichwie etwa, o Herr, zarte Schößlinge ohne Wasser zu bekommen verkümmern und verderben möchten, ebenso nun auch, o Herr, giebt es hier neue Mönche, die erst seit kurzem Asketen, eben erst in diese Lehre und Ordnung eingetreten sind: und wenn diese den Erhabenen nicht zu sehn bekämen, so möchten sie verkümmern, möchten verderben. Gleichwie etwa, o Herr, ein zartes Kalb von der Mutter getrennt verkümmern und verderben möchte, ebenso nun auch, o Herr, giebt es hier neue Mönche, die erst seit kurzem Asketen, eben erst in diese Lehre und Ordnung eingetreten sind: und wenn diese den Erhabenen nicht zu sehn bekämen, so möchten sie verkümmern, möchten verderben. Annehmen möge, o Herr, der Erhabene die Mönchgemeinde, aufnehmen möge, o Herr, der Erhabene die Mönchgemeinde! Gleichwie da, o Herr, der Erhabene früher die Mönchgemeinde begnadet hat, {459} ebenso nun auch möge der Erhabene jetzt die Mönchgemeinde begnaden!«

Und es gelang den Sakyerfürsten von Cātumā und Brahmā Sahampati den Erhabenen zu versöhnen, durch das Gleichniss vom Schößling und durch das Gleichniss vom Kalbe.[57] Und der ehrwürdige Mahāmoggallāno wandte sich an die Mönche:

»Steht auf, ihr Brüder, und nehmt Mantel und Schaale: versöhnt ist der Erhabene von den Sakyerfürsten aus Cātumā und von Brahmā Sahampati, durch das Gleichniss vom Schößling und durch das Gleichniss vom Kalbe.«

»Wohl, o Bruder!« sagten da jene Mönche, dem ehrwürdigen Mahāmoggallāno willfahrend; und sie standen auf, nahmen Mantel und Schaale und begaben sich dorthin wo der Erhabene weilte. Dort angelangt begrüßten sie den Erhabenen ehrerbietig und setzten sich seitwärts nieder. Und zum ehrwürdigen Sāriputto, der an der Seite saß, sprach der Erhabene also:

»Was dachtest du, Sāriputto, da ich die Mönchgemeinde entließ?«

»Also dacht’ ich, o Herr, da der Erhabene die Mönchgemeinde entließ: ›Selbstgenugsam will jetzt der Erhabene säliger Gegenwart genießen, und auch wir wollen jetzt selbstgenugsam säliger Gegenwart genießen.‹«

»Gehe du, Sāriputto, gehe du, Sāriputto: und nicht wieder, Sāriputto, sollst du einen solchen Gedanken hegen.«

Und der Erhabene wandte sich an den ehrwürdigen Mahāmoggallāno:

»Was dachtest du, Moggallāno, da ich die Mönchgemeinde entließ?«