Phot. R. W. Marshall.

Abb. 423. Bettelmönche beim Auszug aus dem Kloster.

Die Mönche stehen bei Tagesanbruch auf und beginnen ihren täglichen Bettelumzug. Sie gehen hintereinander, der Abt an der Spitze und die übrigen dem Alter nach.

Ganz anders dagegen sind die Tänze der Bergstämme ([Abb. 436]), die in wilden Bewegungen bestehen, sei es, daß es sich um Bewerbungstänze, Totentänze oder Geistertänze der verschiedensten Art handelt. Ihnen liegt fast immer ein religiöses Moment zugrunde; man will dadurch die unsichtbaren Geister der Luft versöhnen. Selbst die Tänze der Wa, wenn sie ausziehen, um Köpfe zu erbeuten, sind gewissermaßen religiöser Natur, denn die Schädeljagd ist für sie sozusagen eine landwirtschaftliche Notwendigkeit. Würde ein Dorf nicht jedes Jahr seinen Schädel erhalten, dann würde der Regen ausbleiben und die Gemeinde eine Mißernte erleben.

Phot. D. A. Ahuja.

Abb. 424. Opfergaben, die man den Mönchen dargebracht hat.

Wohlhabende Leute spenden oft am ersten Tage Blumen, am nächsten Früchte und andere Eßwaren und am dritten allerlei Gebrauchsgegenstände. Die sämtlichen Geschenke werden in einem Schuppen des Klosters gesammelt; die Nachbarn kommen, um sie zu besichtigen.