GRÖSSERES BILD

Phot. F. B. Bradley-Birt.

Abb. 242. Grabsteine,

die von den Ho zur Erinnerung an ihre Toten außerhalb des Dorfes errichtet werden.

Phot. F. B. Bradley-Birt.

Abb. 243. Mundamädchen beim Tanz, zu dem einheimische Musikanten aufspielen.

Die Völker, die ihre Toten verbrennen, wie die Munda und Oraonen, begraben die Asche unter mächtigen Grabsteinen in weitausgedehnten Friedhöfen oder tragen sie, wie die Santal, nach ihrem heiligen Flusse, dem Damuda, und streuen sie in den Strom. Eine eigentümliche Abweichung weist die Begräbniszeremonie bei den Ho auf. Hier muß die nächste weibliche Verwandte des Verstorbenen seine Asche in einem tönernen Gefäß auf dem Kopfe von dem Verbrennungsplatz in feierlichem Zug nach der alten Wohnung tragen, in deren Nähe das Grab gemacht ist. Der Zug bewegt sich von Haus zu Haus, und aus jedem Hause kommen die Insassen hervor, um dem Toten die letzte Ehre zu erweisen. Das Ganze macht bei den feierlichen Trommelschlägen, die den Aufzug begleiten, und dem leisen Geklage der Frauen einen tiefernsten Eindruck. In dem Grabe wird die Urne zusammen mit Reis und anderen Speisen beigesetzt. Über der Grabstätte wird eine mächtige Steintafel errichtet. Die Ho ehren das Andenken der Toten noch dadurch, daß sie ihnen draußen vor dem Dorfe Denkmäler in Gestalt von mächtigen, bis zu drei und selbst vier Meter hohen Felsensäulen errichten ([Abb. 242]).