Sein Wangen glänzten voller Huld,
voll Liebe, Sanftmut und Geduld.

Der 2. Schäfer.

So wollen wir hinnen scheiden,
des großen Gottes Ruhm ausbreiten.

Nun wird der Schlußvers gesungen

Heut schleußt er wieder auf die Tür
zum schönen Paradeis!
Der Cherub steht nicht mehr dafür,
Gott sei Lob, Ehr und Preis.

Die Wiesaer Engelschar.

Diese wurde nach Mosen (Seite 21) auch in Frohnau und Hermannsdorf aufgeführt. Weihnacht 1857 bemühten sich die Frohnauer das Spiel zur Aufführung zu bringen, es wurde ihnen indes die Erlaubnis versagt. Mosen teilt dieses Spiel vollständig mit. In die am Schlusse des Büchleins erfolgte Zusammenstellung ist aus diesem Spiel fast das ganze Vorspiel aufgenommen worden, nur wurde ein kleines Stück, das allzusehr die Bescherungsszene betont, weggelassen. Das Herbergsspiel ist vollständig dem Wiesaer Spiel entnommen. Nach Beendigung der genannten Szene fährt das Spiel fort. (Mosen Seite 29.)

Chor.

Steht ihr Hirten auf und wachet!
Seht doch, wie der Himmel lachet,
seht doch an die schöne Nacht.
Jeder Tag, der muß entweichen
und die schöne Nacht sich zeigen,
weil sie steht in voller Pracht.
Wir leben ohne Furcht und gehen hin zu sehn
das große Wunder, das in dieser Nacht geschehn.

Die Hirten gehen während dieses Gesanges in taktmäßigen Schritten im Zimmer auf und ab und zwar so, daß der eine unten ist, während der andere oben ist. Jetzt beginnt in derselben Weise fortschreitend, der große Hirt: