Nach der Anbetung im Stalle sangen sie:

Drauf finden die Hirten und loben mit Schalle
das Jesulein, liegend im finstern Stalle,
sie fallen zu Füßen und beten es an,
als ihnen die Engel dies kundbar getan.
Heut singen die Engel, heut jauchzen die Himmel,
heut jauchzet und springet das Erdengetümmel.

Beim Zusammentreffen der drei Könige spricht Melchior:

Im Namen Jesu seid gegrüßt!
Ich bring euch gute neue Zeit,
die euch der Herr mit Freuden geit.
Euch ist geboren der edle Held,
der erlösen wird die ganze Welt.
Drum laßt uns eilend und behend
hinziehen nach demselben End,
an welchem Ort zu dieser Frist
der neue König geboren ist.
Denselben wollen wir beten an,
und ihm auch unsere Huldigung tan,
wir wollen ihn verehren mit unserm Geschenk,
dabei er unser stets gedenk.

Sie kommen zu Herodes und sprechen:

Glück zu, mein lieber König Herodes!
Sie sagen ihm, daß ein Kindlein geboren sei,
welches ein großmächtiger König und Herr soll sein,
seine Gewalt über Himmel und Erden.

Da gerät er in heftigen Zorn:

Potz Quintus Florus, was hör ich nun!
Was soll ich in meinen Sachen tun?
Soll sein ein neuer König geboren,
so wäre mein ganzes Reich verloren.
O Jammer über Jammer groß!
Wie stehet meine Sache bloß!
Soll sein ein neuer König zur Hand,
so treibt er mich aus meinem Land.

Die Anbetung der Könige findet sich in der Zusammenstellung am Ende dieses Bandes.

Nachdem der Engel die Weisen gewarnt hat, zu Herodes zurückzukehren, spricht Kasper: