Ach Bruder Dulcian, wie schuttert mir mein Herz!
Ich weiß nicht wie mir ist, vor Furcht und großen Schmertz,
weil sich ein starker Glanz erstreckt vor mein Gesicht:
Ach Bruder, bleib bei mir, ach, ach, verlaß mich nicht!
Dulcian, der 2. Hirte, spricht:
Ach Bruder Urbian, ich bin nebst Dir erschruken
hier über diesen Schein, der uns bey finstrer Nacht
so helleuchtent überstrallt als brenden alle Rocken:
Vor Großer Furcht und grauß mein Herz im Leibe kracht.
Der Engel bei die Hirten hin und spricht:
Ihr lieben Hirten, fürcht euch nicht!
Ich bin vor euer Angesicht
vom Himmel ab hieher gesand,
soll machen euch bekannt
die Freude, die Gott euch göntt
von seinen eingebornen Kind,
der aller Welt ein Heiland ist;
des freuet euch zu dieser Frist.
Hierauf nun geht gen Bethlehem
– die Schaaf in diesen Schutz ich nehm –,
da werdt ihr finden das Kindelein
in Windeln eingewickelt ein;
es liegt in einer Krippen dar –
auf, auf und nehmet meiner wahr.
Gloria in excelsis deo. Etampherava. Homenetus fotumta Poro.
Nun singen sie alle mit die Engel:
Allein Gott in der Höh sey Ehr.
Der große Hirte Urbian spricht:
Nun wollen wir gehen gen Bethlehem
und diese Dinge erfahren
Der kleine Hirte Dulcian spricht: