Ich seh den Stern ganz stille stehn;
Ein jeder mag es selbst ansehn:
Er stralet auf ein Haußlein dort,
Gewis ist dies des Prinzens ort.
Der 3. König:
So wollen wir alda kören ein,
Wo uns hinfirt der Sternenschein.
Der 1. König giebt das geschenke ab und spricht:
Dies sei, Heiland, Dir verörth
Aniezt aus Herzensgrunde:
Arabisches Gold, Weirauch und Mirren.
Ich glaubs zu dieser Stunde,
Das du bist wahrer Gott und wahrer Mensch zugleich,
So nimm mich endlich doch zu dir ins ewige reich!
Der 2. König:
Du bist, o Jesulein
Ein König hochgebohren;
Dein Vater ist mein Gott,
Der hat Dich auserkoren:
So nim von mir doch an,
Was ich aus Schwachheit dir aniezo bringen kan.
Der 3. König.
Nim hin von mir, du helt
Aus Davids Stamm entsprossen,
Was ich Dir bringe mit.
Las mich auch einst geniesen,
Einst sein in deinen Reich, das dir bereitet ist,
Bis ich beschliß meine lebensfrist.[16]