Daraufhin schrien die Kinder noch mehr und erschreckten die Robben so, daß sie untertauchten. Einer der Männer wurde ärgerlich und rief den anderen zu: »Ich wünschte, das Riff stürzte um und begrübe diese lärmenden Kinder, die die Robben verjagt haben.« Im selben Moment stürzte die Klippe ein und die armen Kinder fielen mitten zwischen Felsen und Steinen herunter. Da wurden sie in Lummen oder Seetauben mit roten Füßen verwandelt und hausen so bis zum heutigen Tag mitten zwischen den Steinen, hart am Wasser unter den Riffen.

[Der Hase]

Der Hase war ein Kind, das von den Leuten so schlecht behandelt und mißbraucht wurde, weil es lange Ohren hatte, daß es sich aufmachte, um allein zu leben. Wenn er jemand sieht, läßt er die Ohren auf den Rücken hängen; wenn er aber das Geschrei von jemandem hört, glaubt er, man spricht von seinen langen Ohren. Er hat keinen Schwanz, weil er früher auch keinen hatte.

[Herkunft der viereckigen Flecken am Rücken der Tauchente]

Ein Mann hatte zwei Kinder, von denen er wollte, sie sollten einander völlig gleichsehen. Er zeichnete das eine (die Tauchente) mit einer weißen Brust und viereckigen Flecken am Rücken. Das andere (der Rabe) sah, wie komisch die Tauchente aussah, und lachte soviel, daß die Tauchente sich schämte und ins Wasser floh, wo sie immer die weiße Brust zeigt, um die Flecken am Rücken, die zum Lachen reizen, zu verbergen. Der Rabe entging der Aussicht in gleicher Weise angemalt zu werden, indem er sich hartnäckig weigerte, näher zu kommen.

[Wie der Habicht entstand]

Unter den Leuten einer Siedlung war eine Frau, die wegen der Kürze ihres Nackens auffiel. Sie wurde deswegen unausgesetzt geneckt und gequält, sodaß sie oft stundenlang allein am Rand hoher Felsen saß. Sie wurde in einen Habicht verwandelt und schreit jetzt, wenn sie jemand sieht, sofort: »Kea, kea, kea, wer, wer, wer wars, der ‚Kurznack‘ rief?«