Die Freude währte nicht lange; eines Morgens hörte er an seinem Fuße hämmern und kratzen und als er hinunterschaute, da sah er ein winziges Menschenkind mit Keil und Hammer bewaffnet, Stück für Stück vom Felsen losschlagen.

„Wenn das so weiter geht“, brummte er, „bleibt ja nichts von mir übrig. Sollte man es für möglich halten? Was alle wütenden Elemente nicht vermögen, das tut so ein kleiner Knirps von einem Menschen. Das darf nicht sein, da will ich lieber dieser Mensch sein.“

„So sei, was du vordem warst!“ ertönte die Stimme des Berggeistes.

Und der Fels wurde wieder zum Steinhauer, der vom frühen Morgen bis zum späten Abend mühsam die Steine aus dem Felsen brach und zufrieden und glücklich war mit dem, was er hatte.

Er war von seinen Wünschen geheilt und hatte einsehen gelernt, daß in jedem Stande und in jedem Berufe etwas zu wünschen übrig bleibt, weil es auf dieser Erde nichts Vollkommenes gibt.

Japanischer Glücksgott.

[ Inhalts-Verzeichnis.]

Seite
Zur Einführung[3]
Juki-onna[5]
Der weiße Fuchs[9]
Urashima Taro[12]
Wenn man mit Kobolden tanzt[21]
Neid bringt Leid[24]
Der schlaue Polizist[27]
Der Abt des Klosters Yakhusi[30]
List geht über Gewalt[32]
Die Kröte von Osaka und die von Kyoto[34]
Der Affe und der Sake[36]
Die Auster[38]
Der Sperling mit abgeschnittener Zunge[39]
Die geplagte Krabbe[43]
Der kluge Hase[49]
Maorigashima[55]
Der Hase und der Dachs[58]
Schlauheit schützt nicht vor Täuschung[64]
Der bedächtige Reiher[65]
Belohnte Kindesliebe[66]
Der bestrafte Tierquäler[69]
Rai-taro[70]
Hotaru[75]
Horaisan[77]
Die Wünsche des Steinhauers[84]

Deckelbild, ursprüngliche Form: