Naturgemäß findet auch Gottesfurcht verschiedentlich ihren Ausdruck. Aber auch das Religiöse bewegt sich meist im Gedankenkreise der Aufklärung. Von Herrnhuter Einfluß ist nichts zu finden. Von den sogenannten »Pietisten« wird nur Canitz (aus dem Freundeskreise Speners) angeführt:

Hilf, daß ich wandeln mag, als brächt’ ein frommes Leben

Mir hier in dieser schon die Schätze jener Welt;

Dabei, Herr, wolltest du mir solchen Glauben geben,

Der sein Verdienst vor nichts und dich vor alles hält!

(Canitz)

Recht nüchtern muten uns auch die Verse an, in denen das Lob der Tugend gesungen wird:

Wird sie geliebt, so liebt sie wieder,

Erfreut den Geist, belebt die Glieder,

Bringt wahren Ruhm, versöhnt die Feinde,