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Dresden 1925
Die Heimatbücherei des Landesvereins Sächsischer Heimatschutz
- 1. Vom Wandern und Weilen im Heimatland von Gerhard Platz
- 2. Bunte Gassen, helle Straßen von Max Zeibig
- 3. Sächsische Landschaften von Edgar Hahnewald
- 4. Meine Brüder in stillem Busch, in Luft und Wasser von Martin Braeß
- 5. Aus grauen Mauern und grünen Weiten von Gustav Rieß
- 6. Deutsche Wanderfahrten von Max Zeibig
In den Jahren nach der bösen Zeit hat uns der Büchermarkt zahlreiche Neuerscheinungen gebracht und das Eine muß gesagt werden, wenn wir den Durchschnitt daraus ziehen: Es ist erstaunlich aufwärts gegangen! Die Zeit hat selbst Auslese gehalten. Die Besten unseres Volkes haben sich abgewandt vom seichten Lesestoff früherer Zeit, der gar oft nur süßlicher Tand war und den fühlenden Menschen nicht befriedigen konnte. Für sie ist ein neues besseres Buch zum Bedürfnis geworden, ein Buch, dessen Inhalt, ob ernst oder heiter, zum tiefen Erlebnis wird, und für die Menschen, die mit beiden Füßen fest auf der Heimaterde stehen, ein Buch, das die tief im Herzen wohnende Sehnsucht nach den Schönheiten und Wundern der Heimat stillt.
Wir Sachsen können uns glücklich schätzen, daß uns in den letzten Jahren eine kleine abgerundete Sammlung solcher trefflicher Bücher beschert wurde, die sechs Bände der Bücherei des Landesvereins Sächsischer Heimatschutz. Liebe zur Heimatschönheit, Freude an der wundersamen Heimatnatur und Treue zur angestammten Scholle hat diese »Bücher des sächsischen Heimatfreundes« entstehen lassen. Heimatliebe und Heimatfreude wollen sie pflegen und bei denen wecken, die es verlernt oder nie gekannt haben, sehenden Auges durch die Heimat zu wandern, sich einzufühlen in ihre Schönheit, den tausendfältigen Stimmen zu lauschen, die die heimatliche Natur durchklingen, neue Hoffnung zu schöpfen aus den Denkmälern und Stätten der tausendjährigen Geschichte unseres Vaterlandes.
Die Bücher sind nicht dazu geeignet, in einem Zuge heruntergelesen zu werden wie Romane. Gar oft hebt sich unser Blick von den Zeilen und wir schauen traumverloren hinaus in die Ferne und sehen mit geistigem Auge die Heimatschönheiten vor uns erstehen, wie die Verfasser sie erschauten.
Dann wandern wir im Geiste mit Gerhard Platz durch die sonnenüberflutete Landschaft und im Morgennebel auf Weidmannspfaden durch den Erzgebirgswald oder weilen mit ihm im Kreise schlichter, glücklicher Menschen.