Dücker, Marie. Malerin. Geb. 13. Juli 1847 in Arensburg auf der Insel Oesel. Schwester und Schülerin des [Vorigen]; hat sich durch vorzügliche Blumenmalereien bekannt gemacht. Sie lebt z. Z. in Pernau.
E
Echtler, Eduard. Porträtmaler. Er stammte aus Wien und liess sich 1847 in Riga nieder, wo er sich mit Porträtieren und dem Kopieren von Gemälden beschäftigte. 1850 arbeitete er in Petersburg und zog 1861 nach Riga zurück, wo er ein photographisches Atelier errichtete. Von ihm das Porträt des Pastors Karl Leberecht Borckmann; lith. v. M. Bergmann, fol. und das Porträt des Hrn. L. v. Cube im Jagdkostüm, Kniestück, 1849. — Ein Brustbild desselben, 1849. — Eine Ansicht von Riga von der Dünaseite in Aquarell ausgeführt, dem eine photogr. Aufnahme von ihm zur Grundlage diente, wurde chromolithographisch von E. Winckelmann & Söhne in Berlin vervielfältigt; verlegt von A. Hauff, Buchhandlung in Riga, 1862, qu. fol.
Inland, 1849. S. 794.
Eggink, Johann Leberecht. Porträt- und Historienmaler. Geb. 26. November 1787 auf dem Gute Pewicken in Kurland; gest. 7. März 1867 in Mitau, studierte vom September 1811 bis Oktober 1812 Philosophie an der Universität Dorpat, vertauschte dann aber das wissenschaftliche Studium mit dem der Malerei. Von 1813 bis 1814 besuchte er die Zeichenklassen der Petersburger Akademie, ging dann nach Deutschland, wo er in Berlin und Dresden arbeitete, und dann nach Wien, wo er auf längere Zeit in die Akademie trat. Mit dem Maler [G. Hippius] aus Estland zog er 1816 nach Rom. (Die Skizzenbücher seiner italienischen Studienzeit befinden sich im Museum zu Mitau). Eine ihm von Kaiser Alexander I. gelegentlich des Kongresses in Verona (1822) gewährte fünfjährige Pension, setzte ihn in den Stand bis zum Jahre 1828 in Italien zu bleiben. Im Herbst dieses Jahres begab er sich nach Petersburg. Die Akademie erteilte ihm den Rang eines akademischen Künstlers und vom Oktober 1830 bis 1831 bekleidete er das Amt eines Zeichners für militärische Kostüme in der Zeichenkammer des Grossfürsten Michael Pawlowitsch. Dann aber trieb es ihn in die Heimat zurück. 1837 übernahm er das Amt eines Zeichenlehrers am Gymnasium zu Mitau, als Nachfolger des Malers [Dominikus Oechs], das er bis zum Jahre 1858 inne gehabt hat. Er war korrespondierendes Mitglied der Akademie von S. Lucca in Rom und wurde 25. September 1834 von der Petersburger Akademie zum Akademiker befördert. Angeblich war sein Name Eggink ein Pseudonym für v. Knigge. Es haben sich die folgenden Arbeiten von ihm nachweisen lassen: 1–6) Eboli bei Pästum. — Heilige Familie (Kopie). — Vermählung der heil. Katharina nach Correggio. — Ruhende Venus nach Tizian. — Heilige Familie. — Versch. Miniaturen. (In Rom gem. und dort 1819 ausgestellt). — 7) Die Religionswahl Wladimirs I. im Jahre 988, gem. 1822. (Bes. Eremitage, Petersburg). — 8) Kaiser Alexander I. hebt 1817 die Leibeigenschaft in den Ostseeprovinzen auf. In Rom gem. 1824. (Bes. Baron Paul v. Hahn-Asuppen in Kurland). — 9) Der Sieg des Alexander Newski über die Schweden im Jahre 1240. In Rom gem. 1824. Kolorierte Skizze im Museum zu Mitau. — 10) Einzug Alexander Newskis in Pleskau i. J. 1242. In Rom gem. 1824. Kolorierte Skizze im Museum zu Mitau. — 11) Tod des Marquis Posa, 1824. — 12) Odysseus und Nausikaa, 1824. (Bes. Museum, Mitau. Abb. in W. Neumann, Baltische Maler und Bildhauer). — 13) Die Landung Julius Cäsars in Albion. (In engl. Privatbesitz). — 14) Die Kumäische Sybille. (In kurländ. Privatbesitz). — 15) Junges Mädchen aus Albano, 1824. (Bes. A. v. Simolin, Gross-Dselden). — 16) Römerin vor dem Spiegel, 1824. (In russ. Privatbesitz. Eine Kopie im Museum zu Mitau). — 17) Grablegung Christi nach Raffael. In Rom gem. 1820. (Von Kaiser Alexander I. der Kunstakademie in Petersburg übergeben, am 3. Dezember 1824 von der Eremitage übernommen). — 18) Eine Sammlung von 17 Miniaturen (Miniaturen-Kab. der Eremitage, Petersburg). — 19) Grablegung nach Garofalo in Miniatur. (Kam in Kaiserl. Besitz). — 20) Danae nach Tizian. (Die Bilder 7–20 sind von E. in Italien bis 1828 gem.) — 21) Porträt des Fabeldichters Krylow, 1835. (Bes. Kunstakademie, Petersburg). — 22) Christus am Oelberge, Altargemälde für die Essern-Grösensche Kirche in Kurland, 1842. — 23) Landmädchen aus Nemi. — 24) Landmädchen aus Genzano. — 25) Porträt des Generalsuperintendenten v. Richter. — 26) Porträt des Pastors Katterfeldt sen., Neuhausen in Kurland. — 27) Petrus auf dem Meere, gem. 1843. Altargemälde für die Trinitatiskirche in Mitau. — 28) Christkind nach Thorwaldsen, Altargemälde für die Kirche zu Grobin. — 29) Christus am Kreuz zwischen Maria und Johannes. Altargemälde für die Kirche zu Neuhausen in Kurland. — 30) Christus am Oelberge, Altargemälde für die Kirche zu Salenen in Kurland. — 31) Dasselbe für die Kirche in Dünaburg, 1846 gem. — 32) Christus am Kreuz, Altargemälde für die Kirche zu Assiten in Kurland. — 33) Das Abendmahl, nach L. da Vinci, Altargemälde für die Kirche zu Jakobstadt. — 34) Christi Himmelfahrt, Altargemälde für die Kirche zu Sonnaxt in Kurland. — 35) Christus am Kreuz, für den Betsaal des Gefängnisses zu Mitau. — 36, 37) Der reuige Petrus und Johannes der Prediger; in der Kirche zu Windau über der Sakristeitür. — 38) Porträt des Pastors v. Pauffler in Windau. (Bes. lutherische Kirche daselbst). — 39, 40) Selbstporträt und Porträt seiner Gemahlin, 1845 gem. (Bes. Museum zu Mitau). — 41–44) Rückkehr von der Ernte bei Neapel. Felsenkloster zu Subiaco. Brunnen bei Olevano. Mädchen aus Frascati. — 45, 46) Porträt des Prof. Magnus Georg v. Paucker. (Original in Petersburg, Kopie von [J. Döring] im Museum zu Mitau). Porträt der Gemahlin desselben, geb. Trotta v. Treyden. — 47) Die Kaskatellen bei Tivoli. — 48) Sturm auf dem Meere. — 49) Mondscheinlandschaft. — 50) Interieur. — 51) Porträt des Rigaschen Theaterdirektors Johann Hoffman. (Lith. v. [D. Schabert]). — 52) Porträt der Gemahlin desselben, Katharina geb. Krainz. — 53) Porträt des Sängers und Schauspielers am Rigaer Theater Carl Günther. (Lith. von [D. Schabert]). (Nº 51–53 für die von Salzmann projektierte Herausgabe der Bildnisse Rigascher Schauspieler). — 54) Porträt des Freiherrn Joh. Friedr. Recke, gem. 1842. (Bes. Museum Mitau). — 55) Porträt des Staatsrats A. v. Neumann. — 56) Porträt des livländischen Gouvernements-Postmeisters Fr. v. Jung-Stilling, (1794–1853). Auf den Stein gezeichnet von [E. Hau], gedruckt bei [F. Schlater]. — 57) Porträt, Kopie, der Brüder Gotthard und Magnus v. Nolcken; ermordet in Mitau am 10. August 1615. (Nach dem Original im Bes. des Museums. Lith. von F. Schabert, 4o.) — 58) Porträt des Generalmajors v. Klinger mit der Leyer im Arm. Gest. v. Rosmäsler, 4o. — 59) Porträt des kurl. Medizinalinspektors K. G. H. F. Bursy. Zeichn., darnach lith. von [D. Schabert]. — 60) Porträt der Frau von Paucker, 1838. (Bes. Schulinspektor a. D., L. Arbusow, Riga).
W. Neumann. Baltische Maler und Bildhauer des 19. Jahrhunderts. S. 28–29.
Ehmcke, Karl Heinrich. Architekt. Geb. 30. November 1852 in Riga, studierte von 1873, I-74, II an der Universität Dorpat und trat dann in das Rigasche Polytechnikum, das er 1878 absolvierte, worauf er noch ein Jahr die Berliner Bauakademie besuchte. Er liess sich 1880 in Riga als freipraktizierender Architekt nieder und übernahm 1892 das Amt des Architekten des Rigaer Hypothekenvereins. Von ihm mehrere grosse Wohnhausbauten, in Riga.
Nach Autobiographie.
Eichwald, Rudolf. Maler. Geb. 16. November 1816 zu Grösen in Kurl.; gest. im Sommer 1838 in Dresden. War Schüler der Dresdner Akademie.