Der Dritte sagte: »Seitdem Sie den rechten Fuß geändert, Herr Grupello, ist Ihr Bild tadellos.«

Alle waren jetzt höchst zufrieden, und der Kurfürst sagte es dem Künstler, der schweigend dagestanden.

»Herr Grupello, alle diese Herren sind jetzt mit Ihrem Werke zufrieden und alle loben Ihre Änderungen an dem Pferde.«

»Herr Kurfürst,« erwiderte der Künstler gelassen, »ich bin recht froh, daß alle mit meinem Bilde so zufrieden sind, aber ich muß gestehen, daß ich nichts daran geändert habe. Ein Gußbild kann nicht geändert werden.«

»Dennoch habe ich Sie tüchtig hämmern hören!« erwiderte der Kurfürst erstaunt. »Worauf schlugen Sie denn?«

»Auf den Ruf Ihrer Höflinge, Herr Fürst, die das Bild nur aus Eifersucht tadelten, und der, denke ich, ist jetzt ganz vernichtet!«

Die Höflinge konnten kein Wort erwidern, und schlichen alle fort.

Das Reiterbild steht noch heute mitten auf dem Marktplatze von Düsseldorf, wo es jedermann bewundern kann.

[11.] Die Andernacher Bäckersjungen.[(11)]

Die Andernacher, sowie die Einwohner von Bonn, schlafen lange, und des Morgens stehen nur die Bäcker früh auf, damit das frische Brot zum Frühstück bereit sei.