Einem Kruzifix bei Ottersweier hieb einmal ein Reiter der Neufranken mit seinem Säbel einen Arm ab. Da fiel ihm der Arm, womit er den Hieb geführt, augenblicklich vom Leibe.

83.

Gotteslästerung bestraft.

Der Herbst 1833 lieferte im Bühlerthal einen ziemlich geringen Wein. Als ein dortiger Hofbauer denselben im Rebstockwirthshaus versucht hatte, schüttete er das Übrige im Glase einem dahängenden Kruzifix in's Gesicht mit den Worten: »Warum lässest Du ihn nicht besser wachsen, sauf' ihn selbst!« Sogleich ward er auf beiden Augen blind und blieb es auch sein Leben lang.

84.

Kröten in Geld verwandelt.

Ein Mann von Bühl sah eines Tages im Wald eine Menge kleiner Kröten auf einem Haufen liegen. Um einen Spaß zu machen, füllte er sie in einen Sack und leerte ihn in der Nacht in seines Nachbars Wohnstube. Als dieser am Morgen hineinkam, fand er den Boden mit Goldstücken und Kronenthalern bedeckt, welche sich zuzueignen er nicht säumte. Bald nachher erzählte er es dem Manne, worauf derselbe erklärte, daß er ihm das Geld verdanke und es mit ihm theilen müsse. Als jener Letzteres verweigerte, klagte der Mann bei Amte, und dieses erkannte dann das Geld, als einen gefundenen Schatz, der Herrschaft zu.

85.

Schatz versinkt beim Fluchen.

Im Walde bei Bühl sah ein Mann ein Häuflein glühender Kohlen liegen und hob etliche nach einander auf, um seine Pfeife anzubrennen. Da keine zündete, fing er zuletzt an zu fluchen, und sogleich versank das Häuflein in den Boden. Jetzt erkannte er zu spät, daß die Kohlen ein Schatz waren.