Die Schefflenzer erwerben im Waidach das Jagdrecht
In dem Waidachwald wurde einst ein durchreisender deutscher Kaiser von Räubern angefallen. Auf seinen Hilferuf kamen Männer aus den drei Orten Schefflenz, welche in dem Walde wilderten, schleunig herbei und trieben die Räuber in die Flucht. Zum Danke verlieh der Kaiser den drei Orten das alleinige Jagdrecht im Waidach auf ewige Zeiten.
Boxberg's Name.
Ehe Boxberg diesen Namen führte, ward es einmal so lange belagert, bis es keine Lebensmittel mehr hatte. Da ließ ein kluger Schneider sich in eine Bockshaut nähen und schritt dann, auf allen Vieren, auf der Stadtmauer hin und her. Als die Feinde das stattliche Thier sahen, ließen sie ihre Hoffnung, den Ort bald auszuhungern, fahren und hoben die Belagerung auf. Zum Danke für die glückliche Errettung legte das Städtlein sich den Namen Boxberg auf ewige Zeiten bei.
Dosten und Johanniskraut schützt vor dem Teufel
In Werbach kam einst ein sechsjähriges Mädchen von seiner Pathe heim und sagte seiner Mutter, es habe von jener erlernt, Mäuse und Gewitter zu machen. Da untersagte sie ihm strenge, je wieder hin zu gehen, und nähte ihm Dosten und Johanniskraut in die Kleider. Trotz des Verbots schlich das Kind wieder zu der Pathe und wurde von ihr in den Keller geführt, wo der Teufel auf es paßte. Beim Anblick des Mädchens rief er aber aus:
»Dosten und Johanniskraut
Verführt mir meine Braut!«
Denn wegen der eingenähten Kräuter hatte er über das Kind keine Gewalt mehr.