Nr. 15. Deutsche Dichtungen. Diese beiden Bände bilden die Fortsetzung zu Rob. Reinick, Lieder eines Malers mit Randzeichnungen seiner Freunde, Düsseldorf 1838, welches aber nichts von Speckter enthält.

Nr. 16. Cinquante Fables. Den Angaben in der Speckterschen Familienchronik nach und meinen bisherigen Forschungen zufolge sind die Holzschnitte der ab 1850 erschienenen Auflagen am ehesten auf O. S.s Originale zurückzuführen, während die vorherigen viel steifer anmuten. Auch Nr. 16 zeigt schlechte Bilder, dagegen finden sich in Gubitz’ Volkskalender für 1840 und 41 schon Abdrucke, die wohl gleichzeitig mit den neuen Auflagen der Fabeln erschienen und die sehr viel besser sind. Ich nehme an, daß schon vor Nr. 30 eine gute Holzschnittausgabe erschien und bitte um Mitteilungen. Das interessante Kapitel bedarf weiterer Forschung, zu der mir die Zeit bisher mangelte.

Nr. 17. Fliegende Blätter des Rauhen Hauses. Nicht alle Beiblätter enthalten Holzschnitte Speckters, die späteren Jahrgänge bringen Wiederholungen. Manches wurde zu späteren Publikationen des R. H. benutzt, so sind z. B. vermutlich „Köhler, Gebetbüchlein für Kinder“ und „Wichern, Zwei Weihnachtsgeschichten“ mit bereits früher erschienenen Holzschnitten ausgestattet.

Nr. 22. Der gestiefelte Kater. Ich besitze eine dänische Ausgabe, Eventyret om den bestovlede Kat, Kopenhagen 1858, die noch ausgezeichnete Radierungen enthält, welche den Urdrucken nicht nachstehen. — Der Neudruck 55 a ist recht gut und gibt die schönen Illustrationen so wieder, wie es sich bei einer Reproduktion nur immer erreichen läßt. Im Neudruck 55 b sind die Bilder verkleinert.

Nr. 24. Andersen, Märchen. Der Umstand, daß im gleichen Verlage auch noch andere Bücher erschienen, gibt rührigen Speckterverehrern Gelegenheit, drei weitere Werke für unsern Meister in Anspruch zu nehmen. Es sind das:

J. C. Kröger, Blüthen und Früchte,
J. C. Kröger, Bilder und Scenen,
J. C. Kröger, Perlen für die Jugend.

Während das erste in seiner Art — nicht in seiner Ausführung — noch entfernt an Speckter erinnert, sind die andern nach meiner oft kritisch geprüften Meinung so wenig von ihm, wie man den kleinen Moritz, der unter Oberländers Handführung an den Fliegenden Blättern wirkte, für die Mitarbeit an den Illustrationen zu den Werken Friedrichs des Großen zitieren kann. Weder in den Referaten über diese drei Bücher noch in ihren Vorreden oder im Titel ist von O. S. die Rede; der Lithograph des ersten ist Leidesdorf. Warum der Hamburger Verlag verschwiegen haben soll, daß Speckter die Bilder zu den betreffenden Büchern zeichnete, ist mir unerfindlich. Der jetzige Besitzer des Kittlerschen Verlags konnte mir bei aller Freundwilligkeit bis jetzt keine Angaben machen. — Ich behandle diesen Fall ausführlicher, als es nötig sein sollte, weil die drei Bücher immer wieder als Specktersche angeboten werden und dies nur seinen Namen zu schänden geeignet ist.

Nr. 35. Klaus Groth’s Quickborn. Meiner Ansicht nach das Hauptwerk des Künstlers und nach Bild wie Text eines unserer schönsten Bücher. Die 3. Aufl. enthält eine gute Radierung Krauskopfs (Bildnis Klaus Groths von 1884), leider aber auch zwei abscheuliche Illustrationen von wesensfremder Hand, die mit Speckterscher Kunst nichts zu tun haben. Der Quickborn ist noch im Handel, anscheinend in recht guter Form.

Nr. 37. Picture fables. Die Holzschnitte sind anders als die der deutschen Ausgaben und wollen mir nicht so gut gefallen; sie sind etwas anglisiert.

Nr. 40. Münchener Bilderbogen, Brüderchen und Schwesterchen. Erschien auch als Münchener Bilderbuch Nr. 17. Die Darstellungen weichen von denen zu Nr. 28, den englischen, ab.