Mit strengem Blick aber rügte Max:
»Adjutant! Es handelt sich jetzt um ein ruhmreiches Abenteuer zu edlem Zwecke; und du denkst ans Essen!«
»Es ist wahr; aber daran ist mein knurrender Magen schuld; er ist so leer, als ob er – Gott behüte uns davor – von einem Ameisenlöwen ausgesaugt worden wäre.«
Die beiden Ameisen standen endlich vor dem Eingang zum Bienenstock.
Mit verzweifelten Gebärden stürzten eben einige Bienen daraus hervor und summten in höchster Aufregung:
»Der Totenkopf! Der Totenkopf!«
Man sah sogleich, daß es im ganzen Bienendorf entsetzlich toll zuging. Gefolgt von seinem Adjutanten stürmte Max hinein. Die verwirrten und erschreckten Schildwachen beachteten ihn nicht, und bald stand er an der Stelle, wo sich eben das bedrohlichste Schauspiel abwickelte.
Der entsetzliche Totenkopf war in den Stock eingedrungen. Da saß er mit seinem großen plumpen Leib, bebend vor Gier, die riesigen Flügel zitterten, sein Rüssel zuckte, und vergebens versuchte das Bienenvolk, das ihn umgab, sein verderbliches Vordringen zu verhindern.
Vergebens bemühten sich die Überfallenen, den elastischen Panzer zu durchstechen, von dem der dicke Körper des Tieres weich und nachgiebig wie von einem Gummimantel umschlossen war. Angstvolle Stimmen schrien in all diese Verwirrung hinein:
»Er wird alle unsere Lagerräume plündern!«