»Ei«, sprach die Holzwespe erfreut, »bist du es denn wirklich, lieber Freund?«

Es war richtig jener stahlblau leuchtende Hautflüger, der damals als Larve für sich und Max den Weg durch den metallenen Türbeschlag gebohrt hatte.

»Ja, ich bin es! O liebe Holzwespe, wenn du wüßtest, welcher Trost, welche Freude es für mich ist, dich zu sehen!«

»Für mich keine geringere!« sagte das Insekt artig und setzte sich neben die zwei Ameisen. »Niemals vergesse ich dir den Dienst, den du mir erwiesen hast! Du hast mich aus der Gefahr gerettet, von jener Menschenfrau zerdrückt zu werden! – Aber wie kommst du denn hierher?«

»Ach, das Unglück hat mich so verfolgt, daß ich nicht mehr weiß, wo ich mein müdes Haupt hinlegen soll!«

»O du Ärmster!«

Die Holzwespe dachte ein wenig nach, dann sagte sie:

»Warte! Vielleicht kann ich dir eine Wohnung verraten, wo du, wenn mich nicht alles täuscht, gut aufgehoben wärst. – Siehst du die Eiche dort?«

»Jawohl, ich sehe sie!«