»Nein, aber es sind noch meine zwei Schwestern in ihren Zimmern da drinnen. Sie arbeiten schon an ihrer Türe. Hörst du sie?«
Man vernahm in der Tat jetzt wieder das bekannte Geräusch, als ob jemand immerzu Holz sägte.
»Unser Haus ist von meiner Mutter erbaut worden, so wie ich eines für meine Kinder machen will. Darum kann ich dir sagen, wie es gemacht wird. Man gräbt einen schönen Gang in einen Baumstamm, am Ende desselben legt man einen Brei aus Honig und Blütenstaub hinein.«
Da schrie Großzang gierig dazwischen:
»Laß mich sehen, wie du den Teig bereitest!«
»Seinerzeit werde ich ihn schon machen«, fuhr die Biene fort, »ich sammle ihn von Früchten und Blumen. In die Mitte des Teiges legen wir das Ei, dann schließen wir das Zimmer mit einem Mäuerlein aus Sägemehl zu, das wir mit Speichel anrühren. Auf diese Mauer legen wir einen zweiten Brei mit einem andern Ei, schließen auf gleiche Weise auch dies Zimmer, und so immerfort, solang der ganze Gang ist, den wir zuletzt ebenso verschließen.«
»Und dann?«
»Dann finden die Larven, die sich aus dem Ei entwickeln, ihren Tisch gedeckt.«
»Diese Glücklichen!« murmelte Großzang.
»Die Larven wachsen und füllen mit ihrem Körper zuletzt die ganze Zelle aus. Sie verwandeln sich in Puppen, und endlich, wenn die Zeit vollendet ist, werden sie vollkommene Insekten, wie ich jetzt eines bin – und –«