Wie sie ausgestreckt dalag, erinnerte sich Max jener Schulaufgabe, die von der Klugheit der Ameisen handelte. Es war die Fabel von der sorglosen Grille und der fleißigen Ameise, die er gelernt hatte und als Aufsatz niederschreiben sollte. Darum urteilte er jetzt nach dem Gelernten und sagte in frohlockendem Tone: »Ein prachtvoller Wintervorrat! Das gibt einen herrlichen Sonntagsbraten!«
»Vorrat für den Winter?« Fuska sah Max verwundert dazu an.
»Gelt«, erwiderte Max stolz auf sein Wissen, »gelt, du meinst, ich weiß es nicht, wie fleißig wir im Sommer arbeiten, damit wir auch im Winter etwas Gutes zu essen haben, wenn wir wegen der Kälte nicht ausgehen können.«
Da lachten alle Umstehenden aus vollem Halse.
»Nein, wie er töricht plaudert«, riefen sie, »wer wird denn im Winter essen?«
»Nicht essen? – Den ganzen Winter nichts essen?«
»Im Winter schlafen wir doch!«
»Liebe Fuska, höre doch, was sie sagen!«
»Freilich«, bestätigte sie schmunzelnd über sein enttäuschtes Gesicht, »was sollten wir den ganzen unfreundlichen, kalten Winter über Besseres tun?«
»Da schlafen wir immerfort, einen einzigen, guten, langen Schlaf?«