(pecuniam pedibus conculeat.)

In Eile richtet sich Saul mit den Seinigen zum Aufbruch. Die Daumenstöcke werden herbeigeschafft, der Stockmeister wappnet sich, ein Imbiß wird bereitet. Es folgt eine kurze Szene im hohen Rat, welcher beschliesst, dem Zuge einen Abschiedstrunk zu sckicken.

Vier grosse Kannen reinischen Wein

Zum frewden Trunk, im vnd der Rott,

Die er zu sich genommen hat.

Dieser rheinische Wein hat aber die Folge, daß die Knechte, vor allem aber Saul sich allzu gütlich thun, und der Abmarsch erst gegen Abend vor sich gehen kann. Dem Publikum des 16. Jahrhunderts gegenüber mußte diese einfache Begründung für die folgende Katastrophe — das Wandern in der Nacht und das Einschlagen des Blitzes — am wirksamsten erscheinen. Die nötige Unterbrechung wird durch ein kurzes Gespräch zwischen Samuel und Johannes, die ein übernatürliches Ereignis ahnen, herbeigeführt. Beide letzte Szenen haben uns schon zur Mitte des vierten Aktes gebracht. Die 3. Szene desselben bildet den Höhepunkt der Handlung. Saul ist mit den Seinigen auf dem Marsche. Es ist Nacht, ein gewaltiges Unwetter zieht herauf. Plötzlich umflammt sie der Blitz. Hiebei gibt Strauß die folgende szenische Bemerkung »Hic circumfulget eos lux. Man mag ein Hand vol gekloppfet Pech vnter sie lassen werffen, mit einem kertzlein auß der Hand angezündet, geschieht on Schaden«. Saul stürzt zu Boden und fängt laut zu klagen an. Da ertönt die Stimme des Herrn:

Saul, Saul, warum verfolgst du mich?

Saul: O Herr, Wer bist du? Zeyg dich an.

Christus: Ich bin Jesus, der Gottes Son,