Durch den Lichtglanz ist Saul geblendet, der Stockmeister und einer von den Knechten müssen ihn nach Damaskus hineinführen, dort weist ihnen ein Bürger den Weg zum Hause des Judas, welcher ihnen allen Herberge gewährt.
Wie der dritte so beginnt auch der fünfte Akt mit einer Erzählung des Knaben. Der jammervolle Zustand seines Herrn gibt ihm Anlaß zu den schlimmsten Befürchtungen. Saul selbst hegt jedoch neue Hoffnung. Sein Sinn ist gewendet, er fleht in Demut zu dem Herrn:
O lieber Gott, wen du mich doch
Mit gnaden wolst besuchen noch
Das ich des ligens ledig würd,
Vnd meinet Schwachheit harter bürd,
Das ich auch blind daruber bin,
Das krenckt mich hart in meinem Sinn.
Ach Herr gedenck nicht an mein Sünd.
Im Traume hat er ein erfreuliches Gesicht gehabt. Ein Mann mit Namen Ananias ist zu ihm gekommen, hat ihm die Hände aufgelegt, und er ist wieder sehend geworden. Drum bittet er, daß ihm dieses Glück wirklich zu Teil werden möge. Der Herr erfüllt die Bitte. Er erscheint bei Ananias, und heißt ihn zu Saul hinzueilen: