Wissenschaftliche Altertümer.

Gelehrtenleben.

137) K., 336/7. [Bischof Marinus von Camin Ao. 1480] nachdem er wüste, das die Gotten und Wenden, so in den benhometen Landen gewonet, Rhom und Italien offt geplundert hetten und widder in diesse Lande gezogen weren, darum meinte er, sie müsten viele schone Bucher, die man zu diessen Zeiten missete, mit sich wegkgefhurt und in ire Land gepracht haben. Darum, wo er kham, ginck er allein in die Libreyen, sam wolte er studiren, und was er Guts fand, das nham er gantz wegk oder schneit es aus den Buchern und verbarg es unter dem Rock und stalls so wegk. Und nachdem man auff inen, als des Bapsts Legaten sollicher Dieberey keinen Argwohn hette, ist mans nicht ehe enwahr geworden, sonder do er wegk ist gewest.

Praehistorie.

138) K., 138. Von Begrebnus... [Es] lesst sich ansehen, das sie [die Pommern] vor dem Christentumb bereit geglewbt haben, das die Selen nicht ersturben. Dan wan einer gestorben ist, so haben sie yme ein herlich Grab gemacht, gemeinlich von newen grossen Veltsteinen, deren sechsse in einem Rinck wie ein Sarck in die Erde gesetzt und drey die allergrossisten uberher gelegt wurden, welcher Greber noch hin und widder im Lande auff dem Acker verhanden seint, und ein iglicher Stein so groß ist, das man sich verwundern moge, wie Menschen solliche Last haben handlen khonnen; dan ich halte, das sie eins Teils uber hundert oder anderthalb hundert Zentener haben. Und unter sollich Grab haben sie yne gegraben und allweg etwas mit yme hineingegraben, dazu er sein Lebenlanck die grossiste Lust gehapt: ist er ein Rewter gewest, so haben sie yme den Harnisch mit in die Grube gelegt; ist er ein Trencker gewest, haben sie yme ein Vas Bier mit eingegraben, und dergleichen mehr. Und ist darnach die Freuntschafft auff den dreitzigsten Tag und abermal auff den sechssigsten Tag und darnach auff den hundersten Tag stets bei dem Grab gegangen, haben da gegessen und getruncken, und wan sie sat weren, dem Totten sein Teill auch in das Grab unter die Steine gesetzt und darvon gegangen. So ists da des Morgens verzeret gewest, villeicht vom Teuffel; darumb haben sie gemeint, der Totte habe es auffgefressen.

139) K., 3/4. Herkunft der Wenden. K., 18/19. Herkunft der Langobarden. K., 418/9. Tuisko und die übrigen Stammväter.

Rechtslehrer.

140) K., 361. Ao. 1496. Berufung italienischer Rechtslehrer nach Greifswald.

Naturwissenschaft.

[Naturwissenschaft vergl. [Nr. 76]; [82].]