In Verbindung mit dem Pfannenknechte mußten wir des öfteren das Pfanneisen erwähnen, wir sehen uns deshalb genötigt, auf Form und Bedeutung dieses Gerätes hier etwas näher einzugehen, obwohl es, wie gesagt, nicht zu den Herdgeräten zu zählen ist. Es ist vielmehr ebenso wie das Pfannholz, mit dem es zusammengehört, lediglich ein Serviergerät.

Um die Platte des Eßtisches gegen die Hitze und den Ruß der Pfanne, die zugleich als Brat- und als Serviergerät benützt wurde, zu schützen, erhob sich das Bedürfnis, einen Untersatz für die Pfanne zu schaffen. Dieser mag zunächst nur in ein paar einfachen Holzklötzen bestanden haben, dieselben sind dann aber gewiß bald zu einem eigenen Gerät, dem Pfannenholz, oder Pfannbrett, zusammengewachsen[19]. Wann das geschehen ist, können wir noch nicht konstatieren, nur soviel sehen wir deutlich, daß das Alter des Pfannenholzes landschaftlich verschieden ist, so war es um 1514 nach dem Straßburger Hausratgedichte im Allgäu noch unbekannt. In jenem Gedichte wird nämlich (Hampe, a. a. O. fol. b. III b) neben dem Servierbrett (»Ein Bret dar vff man Můsz vn̄ suppen treit«) unter dem nötigen Hausrat genannt:

„Ein Pfannholtz, da man die Pfannen vff leyt,

Als dann im Algoͤw mancher wol weysz,

Do man im die Pfannen bringet so heysz.“

Im allgemeinen aber scheint um 1525 das Pfannenholz in Oberdeutschland als durchaus notwendiges Gerät gegolten zu haben, das bezeugt uns das bei Uhland, »Alte hoch- und niederdeutsche Volkslieder« unter der Überschrift »Theure Zeit« S. 721 ff. Nr. 279 abgedruckte Lied: »Die welt tůt an mich bringen etc.«, dessen 8. Strophe also anhebt:

»Ich hansen also stolze

hab weder tisch noch stiel,

darzů kain pfannenholze.«