[Bl. 348a].
»Inn obangezognen vnnd vilbemeltem jahr, montags den sechzehenden monnatstag may hat Hanns Schaydenbach, burger vnnd pannzermacher alhie, einen glückhshafen auf der Schütt gehalten, waren drey häffen, in einem yeden ein silber vergultes kanndel vnnd böckh [Becken], vff zweyhundert vnnd fünffzig gulden angeschlagen, das war das besst; hatt drey ganzer wochen gewertt vnnd ist vmb viertaussent gulden silbergeschirr vnd vmb viertaussent an zien vnd wahren vnd panzer vnnd beuttel, messer, leüchter, sambt andern wahren darinnen geweßen, vnnd hat mancher seinen beuttel wol darinen gewaschen, das er leer ist worden, vnnd hatt dannoch nichts gewunnen.«
Zweifellos würden aber auch die Nachrichten, die uns aus dem 17. und 18. Jahrhundert über Glückshäfen und sonstige Lotterien in Nürnberg überliefert sind, noch manches kultur- wie speziell kunstgeschichtlich Interessante bieten. Was Julius Leisching in dieser Beziehung und aus diesem Zeitraum kürzlich für Brünn beigebracht hat[79], läßt auf ähnliche, nicht unwichtige Forschungsresultate gewiß auch für eine Stadt wie Nürnberg schließen.
Fig. 6. Guldenthaler für den Regensburger Glückshafen von 1586.
Fechtschule. Kupferstich von Franz Brun.