1868.
Nº 4.
April.
Chronik des germanischen Museums.
Nürnberg, 15. April 1868.
Wir haben diesmal an die Spitze unserer Mittheilungen die Nachricht zu stellen, daß die kgl. bayerische Regierung beim Landtag eine Erhöhung des Staatsbeitrages für das germanische Museum auf 3000 fl. beantragt und die Abgeordnetenkammer, trotz der sehr zum Sparen neigenden Tendenz, die sich bei andern Posten in Streichungen und wesentlichen Kürzungen kund gab, diesen Antrag bereits genehmigt hat.
Se. Majestät der König Ludwig II. hat der Anstalt ein Exemplar der Photographien nach den Wandgemälden des bayerischen Nationalmuseums, nebst dem Texte von Spruner, mit eigenhändiger Widmung zugehen lassen.
Als Beihilfe zur Deckung der Kosten, die der Anstalt durch die Ankäufe für die Sammlung mittelalterlicher Gewebe und Stickereien erwachsen sind, haben einige Freunde unserer Nationalanstalt, Herr Pastor Meurer in Callenberg und Herr Maler Andreä in Dresden, am kgl. sächsischen Hofe, eine Subscriptionsliste in Umlauf gesetzt. Dieselbe ist noch nicht geschlossen, weist aber bis jetzt die Namen Sr. Majestät des Königs mit 50 Thlrn., Ihrer Majestät der Königin mit 25 Thlrn., der Königin Maria mit 15 Thlrn., Sr. k. Hoheit des Prinzen Georg mit 20 Thlrn. und Ihrer k. Hoheit der Prinzessin Ameli mit 15 Thlrn. auf.
Der frühere zweite Vorstand unserer Anstalt, nunmehriger großh. bad. Generallandesarchiv-Direktor, Freiherr Roth v. Schreckenstein, hat uns für die Baukasse ein Geschenk von 100 fl. zugehen lassen.