Laß die zung nit schneller sein, dann das gemüet.

Gehe zů kaim radt, du werdest dann berůffen.

Frey nach deins gleychen, damit du nitt Herren für schwäger überkommest.

Eine größere Sammlung von deutschen Sprichwörtern ist von S. 75 bis 112 enthalten in:

„Nova GRAMMATICA Linguae Germanicae... Oder Neue Teutsche Sprach-Kunst,... durch GEORGIUM BARENIUM. Nebst beygefügten Büchlein, darin über tausend Teutsche Sprichwörter, sinnreiche Redens-Arten und Reime enthalten... Nordköping,... 1707.“ 8o. — Die Sprichwörter sind je nach dem ersten Worte alphabetisch geordnet. — Die Mehrzahl bilden die in vielen Sammlungen gewöhnlich wiederkehrenden Sprichwörter und Redensarten. Einige mögen hier hervorgehoben werden:

Alte Eier, alte Freier, und ein alter Gaul, sein gemeinlich faul.

Angenomne Weise zergehet gleich dem Eise.

Auge, Glaube, Glimpf, leiden keinen Schimpf.

Bad, Wein und Weiber erkwicken unsre Leiber.

Bad, Wein und Weiber verderben unsre Leiber.