Der Verfasser gibt zunächst die urkundlich belegte Geschichte des Klosters, dann die der Fürstenschule und fügt daran eine Beschreibung und Würdigung der Gebäude und sonstigen Kunstwerke, die durch gute Abbildungen dem Auge des Lesers vorgeführt werden. Von besonderem Interesse wird für das größere Publikum die Beschreibung der einzelnen Theile des ehemaligen Klosters sein, durch die auch der Laie ein übersichtliches Bild des Lebens und der Thätigkeit eines größeren Klosters erhält; schon die Aufzählung der einzelnen Räume — die leider zum großen Theile nicht mehr, oder doch nicht in alter Weise vorhanden sind — zeigt, welch mannigfaltige Bedürfnisse vorhanden waren, und wie das Kloster eine Welt für sich bilden konnte, in der für alle leiblichen wie geistigen Bedürfnisse gesorgt war.
Die schönen und edeln Formen der Kirche, die guten Verhältnisse, die schöne Ornamentik, ebenso die Gliederung und Verzierung der Abtskapelle werden allen jenen besonders willkommen sein, die das Studium der alten Baukunst mit Rücksicht auf ihre Wiederanwendung betreiben; die Grabdenkmale, Skulpturen und manches andere haben Bedeutung für die Kunstgeschichte und geben so in Verbindung mit der Architektur eine Uebersicht über die Kunstgeschichte des Mittelalters.
Die schöne Ausstattung des Buches wird mit dazu beitragen, dasselbe auch in Kreisen, denen sonst ernstere Studien ferne liegen, heimisch zu machen.
Aufsätze in Zeitschriften.
Das Ausland: Nr. 32, S. 751. Worsaa’s Erklärung der Moor- und Erdfünde. — S. 754. Tacitus und die rheinischen erloschenen Vulkane. (Dr. Jacob Nöggerath.)
Die Biene: Nr. 23. Holzkirchen in Mähren.
Börsenblatt f. d. deutsch. Buchh.: Nr. 143. Aldus Manutius.
Europa: Nr. 29, Sp. 921. Tanzlieder und Pfeiferkönige. — Nr. 30, Sp. 951. Der Wenden Untergang auf Rügen. — Nr. 31. Sp. 977. Zwei mittelalterliche Reisende. — Sp. 983. Chiffrierschrift und schwarze Kunst (Tritheim’s Steganographie.)
Die Gartenlaube: Nr. 31 f. Die Mutter unserer heutigen Scheidekunst (über Alchemie). (Dr. O. L. Erdmann.)