De andacht sitzt auf einem tyr haist campulus (compolus?)

auf dem helm furt sy ein chranz von ruten, darin sitzt ein nachtigal,

an dem schilt ein vogel haist augophilon,

an dem roch ein fenix.

De messichait sitzt auf einem hirßen,

furt auf dem helm ein nest mit jungen raben,

an dem schilt ein otter (vischotter),

an dem roch ein slangen.“

Obwohl die Anwendung manchmal nicht treffend genug, öfter noch zu weit hergeholt erscheint, so ist dennoch manche interessante Notiz in der Ausführung zu finden. Wir können auf Weiteres verzichten, nachdem derselbe Gegenstand, für den wir hier eine neue Quelle erschlossen, in der Literatur nicht neu ist, und verweisen nur auf die im Archiv für Kunde österreichischer Geschichtsquellen V. Band, Seite 583 ff., gegebenen „Archäologischen Notizen“ von Dr. G. Heider und J. V. Häufler, wo ein etwas ausführlicher gehaltener Text desselben Gegenstandes aus einem Manuscript zu Göttweih — dort als „Note wider den Teufel“ bezeichnet — mit vielen Anmerkungen abgedruckt ist. Von den vielen Darstellungen erwähnen wir nur die Regensburger Teppiche des 15. Jahrhunderts. Als Verfasser erscheint in dem Manuscripte ein Prediger von Amberg:

„Das puchlein dewsch hat gemacht herr prediger von amwerg durch großer diemüttiger gepett willen der woll geporen grozzen vnd herrn hannsen von scharffeneck vnd des durchleichtigisten herrn ludweig chunig von vngern, dalmacie hochster rat. dy red lert her martin.“ Das ganze Büchlein scheint aus Sermones oder Tractatus verschiedener Verfasser zusammengesetzt zu sein. — Der genannte König Ludwig ist wol der Erste dieses Namens, der von 1342–1382 regierte. Da er 1355 Dalmatien sich unterworfen hatte, so ist nicht zu zweifeln, daß obige Uebersetzung zwischen 1355–1382 stattgefunden habe. Genauere Angabe über Johann von Scharfeneck sowohl, als über den Prediger von Amberg ist wünschenswerth.