Vierunddreißigster Jahresbericht des historischen Vereins von Mittelfranken 1866. Ansbach. 4.
Abhandlung über Schreibmaterialien der Alten, von Johann Georg Pfister. — Ueber das Steuerwesen im 16. u. 17. Jahrhundert. Ein Beitrag zur Finanzgeschichte des Fürstenth. Brandenb.-Ansbach, von W. Vocke. — M. Wenceslaus Gurckfelder’s Chronik, betit.: Stamm der von Eyb im Land zu Franken, neu hrsg. von Dr. J. C. M. Laurent. — König Friedrich II. zu Ansbach, von J. Baader. — Der Placker Hanns Thomas von Absberg, von dems. — Pechthaler Ehhaft, von Prof. Dr. Schiller. — Regesten zur Geschichte der Stadt Ansbach. II. Abtheil. Die Zollern’sche Zeit, zunächst von 1331–1361. Hrsg. von S. Hänle u. W. Caselmann.
Nachrichten.
Literatur.
Neu erschienene Werke.
29) Die vornehmsten Kunstdenkmäler in Wien. Von G. F. Waagen, Director der königl. Gemälde-Gallerie u. s. w. in Berlin. 2 Bde. Wien, 1866, 1867. Wilhelm Braumüller. 351 u. 420 Stn. 8.
Einen Complex von Kunstschätzen, wie die alte, reiche Kaiserstadt Wien sie enthält, von der Feder eines so bewährten Kenners beschrieben und ihrem werthvollen Inhalte nach bestimmt und zusammengestellt zu sehen, ist für den Forscher wie für den Liebhaber gewiß eine bedeutungsvolle Thatsache. Nach der allbekannten schriftstellerischen Thätigkeit Waagen’s dürfen wir für Charakterisierung des Buches selbst kein Wort mehr verlieren; der nun verewigte Verfasser hat in dieses sein letztes Werk die ganze Reife und Fülle niedergelegt, welche sein langes, ausschließlich und rastlos dem Studium zugewendetes Leben ihm zum Gewinn gegeben. Es ist, wie wir aus der Vorrede ersehen, die Frucht einer während vierundvierzig Jahre wiederholt aufgenommenen Arbeit. Um indeß auf den Reichthum des Inhalts aufmerksam zu machen, geben wir einige Auszüge der vorgesetzten Verzeichnisse. Der erste Band behandelt mit geringen Ausnahmen, welche durch die örtliche Zusammengehörigkeit des Stoffes veranlaßt sind, ausschließlich die Malerei, und zwar zunächst die k. k. Gemäldegallerie des Belvedere, sodann die Sammlungen der k. Akademie der Künste, des Fürsten Liechtenstein, der Grafen Czernin, Schönborn, Harrach, Landskoronsky und sechs andere Privatgallerieen. Wo Anhaltspunkte gegeben, ist die Geschichte dieser Sammlungen vorangeschickt, von ihrem Inhalte Alles ausgehoben, was der Beachtung werth, und jede Nummer kunstgeschichtlich gewürdigt. Der zweite Band bespricht zunächst die in der k. k. Hofbibliothek befindlichen Miniaturen, die byzantinische Schule in zwei Handschriften, die deutsche in dreizehn, die böhmische in acht, die niederländische in sechsunddreißig Manuscripten u. s. w., mit einem Anhang von arabischen, persischen und türkischen Malereien dieser Art und drei niederländischen Gebetbüchern in der Privatbibliothek des Kaisers. Sodann folgt die Besprechung der Handzeichnungen der Albertinischen Sammlung, der Kupferstiche in dieser und der Hofbibliothek, der Ambraser-Sammlung insgesammt, des k. k. Münz- und Antiken-Cabinets, der kais. Schatzkammer und endlich des österreichischen Museums für Kunst und Industrie. Ausführliche Register machen das Werk zugleich zu einem sehr dienlichen Handbuch.
v. E.
29) Die Waffensammlung des österreichischen Kaiserhauses im k. k. Artillerie-Arsenal-Museum in Wien, herausgegeben von Quirin Leitner, k. k. Hauptmann. I. Band. I. u. II. Lieferung. Wien, Verlag von H. Martin. Gr. Fol.