item und ob jemant den unsern ainich vaist ochs oder was vihs das were, stürbe, wann der begerte ime das vich vffzetund und ime das unschlitt herus zegeben: das sol er ouch tůn und ime das widergeben; und ob jemant sonst begerte das vich uffzethund, darumb, daß er sehe, was ime gebreste: das sol er ouch tun.

item were ouch das ainem ain vaißt schwein stürbe: das soll er ime ouch schniden und beraiten und schmelzen umb den halbtail, ob er anders des begert; und ob ainem ain vaißt pferdt oder veldtross sturb, das soll er ime ouch ufftůn und das schmalz herustůn und widergeben, wer des begert.

item wann ouch ain beschlagen pferdt oder veldtross sturbt: dem sollen sie die ysen ouch abbrechen und widergeben.

item er soll ouch nieman anderswo hingôn richten, weder herren noch stetten: ain burgermaister erloube ime dann das und sollendt ouch seine knecht, deren seyen ainer oder mer das ouch schwören ze halten als er.

item darumb soll man ime geben alle fronfasten 30 ß hllr. und behusung in der alten statt; da der erste maister innsaß und soll ouch er das hus und den garten nutzen und nießen und alle die zins richten, so davon gandt. (Bl. 40 a.)

item von ainem ochsen oder alten rind lebendig zů begraben xv ß hllr.

item von ainer thunnen hering zů verbrennen v ß hllr. ob sich aber fůgte, das er zwo oder drey mit ainander verbrennen wurde, soll er ouch nit mer dann v ß hllr. ze lon nemen[12].

Oberndorfer Weisthümer.

(Monum. Hohenb. S. 924.)

1) „Item, so man das erst gericht uff Michahelis widerum helt, so soll der Richter die erst Urtal nit geben, der statknecht geb dann dem schulthais und richtern ihr Gerechtigkeit das ist jedem ain wißen und ain rotten Nestel.“