Ferner können wir die erfreuliche Mittheilung machen, daß jenes Vorkommniß in Berlin, dessen wir in letzter Nummer zu erwähnen hatten, nicht das allgemeine Urtheil und nicht das der königlichen Familie über unsere Anstalt bildet. So hat Ihre Maj. die Königin von Preußen uns abermals eine Gabe von 20 Ducaten übersendet und dabei Veranlassung genommen, die Anstalt der Fortdauer Ihres allerhöchsten Interesses und besondern Wohlwollens zu versichern. Se. kgl. Hoheit der Fürst Carl Anton von Hohenzollern hat ein Geschenk von 175 fl. als Beitrag zur Tilgung der Schuld an Freiherrn v. Aufseß gespendet und demselben ermunternde und erfreuliche Aeußerungen beigefügt, insbesondere die feste Erwartung ausgesprochen, „daß auch diejenigen nun bald die Anstalt anerkennen werden, welche bis jetzt in unbegründeter Ableugnung der künstlerischen, culturhistorischen und wissenschaftlichen Erfolge dieses zukunftsreichen Instituts sich gefallen.“ Um auch im Museum vertreten zu sein, hat der Fürst seinem Geschenke zugleich Gipsabgüsse der Originale seiner Kunstkammer anzufügen versprochen und bereits die nöthigen Anweisungen dazu gegeben, sofort aber die bis jetzt erschienenen fünf Lieferungen des von Prof. v. Hefner-Alteneck herausgegebenen Prachtwerkes über seine Kunstkammer eingesendet. Se. Maj. der König von Preußen hatte die Gnade, uns auf die bevorstehenden Verhandlungen des Reichstages des norddeutschen Bundes zu verweisen, welchem Allerhöchst derselbe ein vor längerer Zeit vom Vorstand übergebenes Promemoria zugewiesen hat. Von Sr. Hoheit dem Herzog von Anhalt sind für die Baukasse 70 fl. übergeben worden. Die Herren Fabrikanten Beckh in Nürnberg, Nachbarn der Anstalt, haben 100 fl. zu einem Kreuzgang-Fenster gespendet.
In dem am 4. d. M. verstorbenen Obertribunalrath und Professor Dr. A. v. Daniels in Berlin haben wir den Verlust eines langjährigen Mitgliedes unseres Gelehrtenausschusses zu beklagen. Dagegen hat Herr Dr. R. Reicke in Königsberg die auf ihn gefallene Wahl angenommen und ist somit den im Januar dieses Jahres genannten neuen Mitgliedern anzureihen.
Von Herrn Major Köhler in Danzig ist uns eine schätzbare Bereicherung unsrer Waffensammlung geworden, indem er eine Lothbüchse aus dem 14. Jahrhundert als Depositum übergeben hat, sowie Gipsabgüsse der ältesten erhaltenen deutschen gegossenen Bombarde, die sich jetzt in Paris in der Sammlung des Kaisers befindet.
Neue Jahresbeiträge wurden seit Veröffentlichung des letzten Verzeichnisses folgende angemeldet:[35]
Von öffentlichen Kassen: Nidda, Stadtgemeinde 2 fl.
Von Privaten: Lorch. Forstmeister von Paulus 1 fl. Naila. kgl. Landger.-Assessor Bernhard Cavallo 1 fl. 10 kr. Nidda. Gutsbesitzer Adolf von Harnier in Echzel 3 fl. Nürnberg. Kaufmann Salomon Guldmann 1 fl. 12 kr., Kaufmann Friedrich Herrling 1 fl. 45 kr. Oehringen. Forstmeister Gantz 1 fl., Kaufmann Paul Reinhard 1 fl., Zeichnenlehrer Schenk 30 kr. Reichelsheim. Evang.-luth. Pfarrer Karl Leydhecker 1 fl. Worms. Notar Keßler 1. fl., Direktor der Wollengarnspinnerei L. Kuhlmann 1 fl., prakt. Arzt Dr. med. Löb 1 fl., Dr. Ph. Merz 1 fl. 30 kr. Fabrikbesitzer N. Reinhart jun. 2 fl., Weinhändler Wilh. Fried. Valckenberg 1 fl. 30 kr.
Unsern Sammlungen giengen ferner folgende Geschenke zu:
I. Für das Archiv.
(Nr. 3473–3478.)