K. preuß. Staatsanzeiger: Beil. Nr. 40. Der Kurfürst Friedrich Wilhelm als Begründer des preußischen Staats.
Volksblatt f. Stadt u. Land: Nr. 3. Der Dom zu Magdeburg. Nr. 14 ff. Ein merkwürdiges Stückchen Erde (Insel Sylt).
Mainzer Wochenblatt: Nr. 34 (9. Febr. 1868): Ueber die Baugeschichte des Mainzer Doms im 12. Jahrh. (Vortrag des Prof. Schneider im Verein zur Erforschung der Rhein. Geschichte etc.)
Gemeinnützige Wochenschrift (Würzburger): Nr. 1–3. (Jan. 1868). Zünfte und Bürgerthum im Mittelalter. (Dr. Rauschnick.)
Zeitschrift f. bild. Kunst: 4. u. 5. Heft, S. 81. Madonna von Albrecht Dürer. (F. Lippmann.) — S. 113. Kloster Königsfelden. (C. Schnaase.)
Illustrirte Zeitung: Nr. 1285, S. 111. Die Peterskirche in Heidelberg. — S. 115. Der Kreuzgang im Dome zu Konstanz. — Nr. 1286, S. 127. Faschingsbelustigungen in Tirol. (Dr. Ludw. v. Hörmann.) — S. 137. Zur Geschichte der Kutsche. — Nr. 1288, S. 162. Schloß Marburg.
Vermischte Nachrichten.
21) Der Dom zu Osnabrück, dessen Architektur Lübke’s „Mittelalterliche Kunst in Westfalen“ kennen lehrt, ist im Laufe der letzten Jahre durch Dombaumeister Hensen restauriert worden. Nachdem diese Restauration nun im Wesentlichen beendigt ist, und die innere Einrichtung in einer dem Gebäude entsprechenden Weise hergestellt werden muß, wurde Prof. A. Essenwein eingeladen, über Stellung, Größe und Gestalt der Altäre, über Einrichtung des Chores und andere Fragen seine Ansichten zu äußern. Da das ganze Gebäude trotz einigen älteren Resten ein durchaus einheitliches Werk ist und den Stil der ersten Hälfte des 13. Jahrh. in schönster Entwickelung zeigt, so war diese Aufgabe eine sehr einfache. Es konnte nur auf möglichste Stilstrenge für die gesammte Ausstattung hingewiesen und den Vorschlägen des Dombaumeisters, soweit sie bestimmt gefaßt vorlagen, im Wesentlichen beigestimmt werden.
22) Das germanische Museum hat (Anz. 1867, Nr. 5, Beil. Sp. 146) den Wunsch ausgesprochen, Nachrichten von älteren Abbildungen zu erhalten, welche über alte Kriegswaffen nähere Auskunft ertheilen. Ich erlaube mir daher, auf ein im Artushof zu Danzig befindliches größeres Bild aufmerksam zu machen, welches die Belagerung der Marienburg durch Jagello im Jahre 1410 darstellt. Dasselbe war nach Hirsch (Danzigs Handelsgeschichte, S. 205, Anm. 798), der sich auf Weinreichs Chronik stützt, im Jahre 1488 bereits vorhanden und ist noch wohl erhalten. Es hängt jetzt hoch und ziemlich dunkel. Auf demselben ist der größte Theil des Ordenshaupthauses Marienburg und der Stadt gleiches Namens mit ihren, jetzt nur zum geringen Theile noch vorhandenen Befestigungswerken dargestellt. Vor denselben sieht man provisorische Außenwerke aus Flechtwerk und Erde und eine reiche Staffage, welche geeignet ist, ein anschauliches Bild von dem Kriegswesen des 15. Jahrhunderts zu geben. Innerhalb der äußeren Enceinte und auf den Wällen finden Kämpfe statt. Außerhalb derselben befindet sich das Lager der Feinde, ein Zug der polnischen Ritter, Viehherden, ein Zimplatz, badende Frauen, eine schmausende Gesellschaft u. s. w. Eine Copie dieses für Bau- und Kulturgeschichte höchst interessanten und wichtigen Bildes ist meines Wissens noch nie angefertigt worden. Eine Publication desselben wäre sehr erwünscht.