Ausgaben.
| Baukosten | 131523 | m. | 97 | pf. |
| Inventargegenstände | 3798 | „ | 78 | „ |
| Zugehörige Kunstgegenstände | 31135 | „ | 29 | „ |
| Zinsen | 4568 | „ | 22 | „ |
| 170968 | m. | 26 | pf. |
Wir sagen aber auch hier nochmals, wenn auch fast ein Jahrzehnt zum vollen Abschlusse nöthig war, Allen den innigsten Dank, welche durch ihre Stiftungen dazu beigetragen haben, daß ohne irgend welche Belastung des Museums das große Resultat erreicht wurde: so vielen Allerhöchsten Herrschaften, den deutschen Standesherren, denen wir den schönen Waffensaal verdanken, den Adelsgeschlechtern, den Künstlern, deren Werke die Lotterieen ermöglichten, den Musikern, Sängern und Sängerinnen, welche Concerte gegeben, so vielen Privaten, endlich den ehemaligen deutschen Reichsstädten, aus deren Stiftungen der Saal der Reichsstädte errichtet ist.
Noch in jüngster Zeit hat die Stadtgemeinde Seligenstadt den Wunsch ausgesprochen, daß auch ihr Wappen im Saal der Reichsstädte angebracht werde, da auch Seligenstadt kurze Zeit freie Reichsstadt war, und den Betrag von 50 m. eingesendet. Natürlich wird dem Wunsche gerne entsprochen werden.
Schon in der letzten Nummer dieses Blattes haben wir mitgetheilt, daß wir als Parallele zum Saale der Reichsstädte einen solchen der ehemals landesfürstlichen Städte zu bauen beabsichtigen. Auf die an die Städte ergangene Aufforderung haben bis heute folgende Städte Beisteuern zugesagt: Allstedt, Altdorf, Altona, Arnstadt, Baden-Baden, Bamberg, Barmen, Bautzen, Bernburg, Breslau, Bunzlau, Dillingen, Dresden, Eichstätt, Elberfeld, Elbing, Forchheim, Freiberg i. S., Fürth, Gera, Glogau, Günzburg, Halle, Hannover, Hildesheim, Ingolstadt, Karlsruhe, Kiel, Kitzingen, Kreuznach, Kronach, Landshut, Lichtenfels, Ludwigsburg, Marktbreit, Meiningen, Minden, Münster, Neustadt a. d. Aisch, Neuwied, Olmütz, Potsdam, Reichenhall, Schleiz, Sigmaringen, Stade, Stralsund, Werdau, Wesel und Wunsiedel, und zwar fast alle den Betrag von 100 m.
Zugleich haben wiederum, wie aus dem untenstehenden Verzeichnisse sich ergibt, mehrere Städte Jahresbeiträge bewilligt, andere die seitherigen erhöht, so Dresden den seinigen von 75 auf 200 m.
Zur Ausschmückung der Karthause haben neuerdings, im Anschluß an die früher gemeldeten thüringischen Adelsgeschlechter, die Familien v. Hopfgarten, v. Erffa, v. Seebach je 300 m. und Herr A. v. Hake in Coburg 100 m. zur Stiftung gemalter Fenster zugesagt.
Aber auch in anderer Weise ist unserem Bau Förderung zu Theil geworden. Das kgl. Landbauamt Würzburg hat einige romanische Kapitäle und einen drachenförmigen Rinnenausguß zur Verwendung übersendet; Herr Fabrikbesitzer Wolf in Nürnberg hat eine Signalglocke aus Bronze, Herr Schlossermeister Leibold dahier einen kuppelartigen Aufsatz auf eine Verbindungsöffnung zwischen dem Erdgeschosse und dem ersten Stocke unserer Karthause, in großem Reichthum aus Eisen geschmiedet, zum Geschenke gemacht, Herr Derleth einen Drachenausguß, Herr Anton Kohn die Bekleidung eines Ganges mit gebrannten Reliefplatten aus dem 15. Jhdt.
Im Fortgange der Arbeiten konnte der große Oberlichtsaal des Victoriabaues in jüngsten Tagen dem Publikum übergeben werden.
Zum Ankaufe eines Gegenstandes für unsere Sammlungen hat Herr L. G. in Nürnberg 150 m. gespendet.