Die heraldischen Wecken.
Die sogen. Wecken[206] kommen schon seit der ältesten heraldischen Zeit in zweifacher Eigenschaft in den Wappen vor:
- als heraldisches Muster (dessin) und
- als heraldische Figur (künstliche).
In der alten Züricher Wappenrolle finden sich verschiedene Beispiele von beiden Gattungen, und zwar ad I in den Wappen Nr. 18, 21, 180, 185 und 559 und ad II in den Wappen Nr. 153, 359, 389 und 391. Ich theile hier Abbildungen mehrerer dieser Wappenschilde mit, und erlaube mir, einige allgemeine Bemerkungen beizufügen, welche allerdings für den Heraldiker von Fach nichts Neues enthalten, aber manchem Freunde der edlen Heroldskunst unter den Lesern dieser Blätter doch nicht ganz unerwünscht sein dürften.
Ad I. Geweckte Schilde und Felder. [Fig. 1]. „Baiern“ (Nr. 18): ein von Weiß und Blau geweckter lediger Schild; [Fig. 2]. „Tek“ (Nr. 21): ein von Gelb und Schwarz geweckter lediger Schild[207]; [Fig. 3]. „Criech“ (Nr. 185): ein getheilter Schild, oben ein von Weiß und Schwarz gewecktes Feld, unten ein rothes Feld; [Fig. 4]. „Grünberg genannt Salzfaß“ (Nr. 559): ein schräg getheilter Schild, oben ein wachsender rother Leopard, unten von Weiß und Blau geweckt.
Fig. 1.
Fig. 2.
Fig. 3.