In der stillvn | messe sol man | diz sprechin | so man vnsirs | herrin lichamin | vf hebit.
Die Handschrift enthält lateinische Psalmen, Cantica, Symbola, Litaneien etc. Die auf das Gebet unmittelbar folgenden Blätter 72 und 73 sind herausgeschnitten. Der Codex gehört weder zu den alten Fuldaer, noch zu den Weingartner Handschriften. Woher er stammt, ist unbekannt.
Fulda.
Dr. Joseph Rübsam.
Schlesische Schreibersprüche.[253]
Die Namen mittelalterlicher Schreiber sind bekanntlich häufig in Gestalt naiver Räthsel verewigt. So gibt ein Schlesier(?) seinen Vornamen Nicolaus in folgenden Hexametern zu errathen auf:
Nomen scriptoris si tu cognoscere queris,
Nic tibi sit primum, medium co, laus vero ymum.
(Richsteig Landrechts, 15. Jhrhdt., unter den Rechtshandschriften der Stadt Breslau). Vollständig nennt sich in ähnlicher Weise nach denselben Anfangsworten ein Johann Henning als Schreiber des Lehnrechts, Sachsenspiegels etc. (Schweidn. Rathsarch. 14. Jahrh.):