December.


Chronik des germanischen Museums.

Nürnberg, den 21. December 1880.

Unsere diesjährigen Mittheilungen beschließen wir mit der erfreulichen Nachricht, daß die Herren Grafen und Burggrafen Karl von Dohna-Schlodien und Richard von Dohna-Schlobitten eine gemeinsame Gabe von 200 m. für unseren Baufond gespendet, daß die Stadt Plauen ihren Beitritt zur Errichtung des Städtesaals angemeldet hat, daß Herr Freih. von Mettingh in Nürnberg 100 m. zu Ankäufen für die Kunstsammlung gespendet, Frau Kaufmann Günther auf ein Depositum von 50 Gulden zu Gunsten des Fonds für Gipsabgüsse verzichtet hat.

Aus Bremen ist uns, nachdem die noch fehlenden Theile der Rolandsstatue, eine zweite Wagenladung bildend, ebenfalls von der kgl. preuß. und kgl. bayr. Eisenbahnverwaltung frachtfrei befördert, wohlbehalten hier eingetroffen sind, auch das Verzeichniß der freundlichen Geber zugekommen, welche die Herstellungskosten, die sich auf 1177 m. beliefen, getragen haben; (vergl. unsere Mittheilungen vom 15. Juni d. J. in Nr. 6 und vom 15. Oktober in Nr. 10). Es haben, wie wir dankbarst hier erwähnen, dazu beigetragen durch Herrn Architekten Heinrich Müller: die Herren Ferdinand Nielsen 300 m., Julius Quentell 100 m., Herm. Jungk 100 m., Carl Nielsen 100 m.; durch Herrn Apotheker C. B. Keyßer: der historische Verein 100 m., ein ungenannter Herr 100 m., 18 ungenannte Herren zusammen 230 m.; endlich durch Herrn Bauinspektor Ph. Rippe die Herren: Lüder Rutenberg 30 m., Wilhelm Schröder 20 m., Herm. Woltjen 5 m., Wilhelm Below 5 m., Hilmer Haupt 5 m., Capitän Nienaber 3 m., Capitän Behrens 2 m., Dr. H. Woltjen 2 m. und 15 ungenannte Herren zusammen 75 m.

Zur Aufstellung ist es nunmehr zu spät, dagegen konnte noch vor Jahresschluß, und zwar heute Nachmittag, nach längeren Vorbereitungen die Heunensäule ohne Unfall aufgerichtet werden.

Eine nicht unerhebliche Förderung unserer Sammlung älterer Bautheile verdanken wir dem kaiserl. Bezirkspräsidium in Metz, welches auf Antrag des Dombaumeisters genehmigt hatte, daß einige interessante, bei der Restauration des Domes zu Metz disponibel gewordene beschädigte Originalstücke, Dupletten solcher, die bereits dem dortigen Museum überwiesen waren, unserem Museum übergeben wurden, wo sie bereits Aufstellung gefunden haben.

So dürfen wir mit Dank dies Jahr beschließen und mit freudiger Hoffnung in das neue treten. Wir wollen jedoch nicht säumen, im Hinblick auf die langen Verzeichnisse neuer Beitragenden, die wir im laufenden Jahre veröffentlichen durften, den Pflegern ganz besonderen Dank abzustatten, welche sich um die Gewinnung neuer Freunde so eifrig bemüht haben.

Im Pflegschaftswesen des Museums haben sich seit unsern Mittheilungen in Nr. 7 des laufenden Jahrgangs folgende Veränderungen zugetragen: