Wir Gunther von gotis[325] gnaden Romischer[326]) kung[327] ze[328] allen ziten[329] merer des riches[330] bekennen offenlich[331] mit disem briefe,[332] daz wir sulche briefe, die der edele.. Cunrad her zuͤ Trimperg, unser lieber getruwer, hat von keiser Luͦdewige, unserm nehsten vorfarn,[333] dem got[334] gnade, vor[335] hundert marg silbers[336] vor drizzig marg[337] geldes und vor thusent phunt Haller[338] bestetigen und vornuͦwen,[339] also daz[340] er inne sal haben daz ungelt.. zuͦ Geilnhusen[341] und nicht abe zuͦ slahen, alse lange biz wir odir unse nachkomelinge[342] an dem riche iz von ym[343] gelosen, als sine offine briefe[344] besagen; und gebiten wir ouch dem rate[345] und der stad gemeinlich zuͦ Geilnhusen bie des riches hulden,[346] daz sie yn daran nicht[347] enhindern, und geben des zuͦ orkunde disen brief[348] mit unserm kunglichen insigel,[349] der geschriben[350] ist zuͦ.. Frankenfort[351] nach Cristi geburten drizenhundert jar[352] in dem nun und virtzigisten[353] jare an mantage[354] nach Valentini in dem ersten jare unsers riches[355].

Urschrift auf Pergament mit dem an Pergamentstreifen hangenden, 103 mm. im Durchmesser haltenden Majestätssiegel B. 15, 1. 30 im gräfl. Haupt-Archiv zu Wernigerode. Von außerhalb eine ziemlich gleichzeitige Aufschrift: Kuͦnc guͦnhers brif bistetigit kesir ludiwigis brife.

Das Vordersiegel zeigt in gewöhnlicher Weise den thronenden Kaiser mit dem Reichsapfel in der Rechten, dem Scepter in der Linken auf einem gothisch schön verzierten Throne. Von dem Sessel wallt ein gefalteter Teppich herab. Zu des Kaisers Füßen kauert der schwarzburgische Löwe. Umschrift: ✠ GVNTHERVS DEI GRATIA ROMANOR’ REX SEMPER AVGVSTUS.

Wernigerode.

E. Jacobs.

Fußnoten:

[324] Vergl. Senckenberg, selecta juris etc. t. II, 628 s.

[325] S. Gots.

[326] Romscher.

[327] Konnig.